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1 (1890)
Entstehung
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thanen ausgedehnt, mit der besonderen Befugniss, Ge-ächtete in seinem Lande beherbergen zu dürfen 1 ), und6 Tage darauf verlieh der Kaiser dem Grafen Schafried auchseine (Schafrieds) ererbten Güter und die Reichslehen.

Wegen der vielen Eigenmächtigkeiten welche der Kur-fürst von der Pfalz sich ebenso wie gegen die Leiningen, soauch gegen Weissenburg erlaubt hatte, verklagten die Weissen-burger Bürger ihn bei dem Kaiser. Dieser rief das ganze Reichgegen den Kurfürsten auf und ernannte den Herzog Ludwigden Schwarzen von Veldenz zum Kaiserlichen Hauptmann.Dies war für Graf Emich und seine Brüder eine erwünschteGelegenheit, sich an dem Kurfürsten zu rächen und zu ihremRechte zu kommen. Friedrich aber begann, nachdem er sichBundesgenossen verschafft, selbst den Krieg, und richtete ihnbesonders gegen Leiningen und Veldenz; er nahm Beiden eineBurg und Besitzung nach der anderen und zerstörte meistAlles was ihm in die Hände fiel; seine Erbitterung stieg aufdas Höchste, als der Kaiser ihm im Jahre 1470 auch die Land-vogtei im Elsass abnahm. Hierauf wiederum schienen dieLeiningen von Glück begünstigt zu werden: am 10. Aug. 1471zogen die drei Brüder Emich, Dietrich und Anthis (Anton) vorWeissenburg und nahmen das dem Pfalzgrafen gehörige SchlossSt. Paul ein 2 ), alsdann zog Emich VII. gegen die Festung-Arnberg, deren Vitzthum er war, eröffnete muthig das Thorund erstürmte die ganze Burg 3 ). Aber während dem, im Mai1471, schlug der Kurfürst seinerseits die Veldenzer bei Berg-zabern, erstürmte Wachenheim nebst Gross- und Klein-Bocken-heim, welche beiden letztern er schleifte, und rückte im August

') Lünig, Reichsarchiv, P. spec. Cont. II 83.

2 ) M. v. Kemnat, Chronik II. 287.

3) Daselbst II. 27.