Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
217
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und semperfreien Herrn von Westerburg vermählt, 1449 bereitsWittwe war. Als einzige nächste Blutsverwandte ihres BrudersHesso nahm sie einen grossen Theil von dessen Hinterlassen-schaft in Besitz; da aber Emich VII., namentlich in Bezugauf die Lehen, sich für erbberechtigt hielt, was er bezüglichder Mannlehen auch thatsächlicli war, so nahm er gleichfallsviele von Hesso's Besitzungen und Gefällen an sich, vor Allemdie Burg und Stadt Neuleiningen. Da aber in den seit 1317getrennten Leininger Linien jede mit dem Ihrigen beliebigschalten konnte und, falls ein Mannsstanim ausstürbe, dieweiblichen Verwandten die nächsten Erbinnen, zwar nichtder Mannlehen, aber doch der Alioilialgüter und Kunkellehensein, und nur dann, wenn gar keine leiblichen Nachkommeneiner Linie mehr vorhanden wären, die andere Linie wieder indas volle Erbrecht eintreten sollten 1 ), so konnte sich GrafEmich zwar um die Mannlehen bewerben, die ihm theilweisauch früher schon, z. B. von dem VVeissenburger Abte, zuge-sagt waren 2 ), dagegen waren die auf weibliche Nachkommenvererbbaren Güter ausgenommen, und Margarethe von Wester-burg wandte sich um Beistand an den Kurfürsten von derPfalz Friedrich I., und gleichfalls an den Wormser BischofReinhart, von dessen Hochstift Neuleiningen und Anderes zu

') S. die früheren Familienverträgo und Festsetzungen.

•) Des Abts Philipp v. Weissenburg Simultan-In vestitur für Graf Emichüber die von seinem Blutsverwandten Hesso besessenen Leben, Diastag nachOculi (6. März), 1464, in der Gründlichen Beiutation etc. Iii, D. nr 9, n. in derEndl. Ausführung etc. lit. 0. p. 75. — Sil he auch Lünig, Spicil. saec. p. 398.Was speciell die Weissenburger Lehen betriflt, so belehnt der gen. Abt Philippden Grafen Emich VII. mit denselben im Jahre 1464; ebeudiesen, seinen „Oheim",nochmals 1468; dann wiederholt Abt Heinrich die Belohnung 1479; Abt Rüdigerbelehnt den Grafen Emich den Jüngeren 1520, und Graf Engelhard von Leiningenliess, als Vormund, diese Lehen (mit 4 11. Koslen) durch Friodr. Steter vonInseltheim empfangen. (Fürstl. Leiningenschos Geh. Archiv).