gefangen, fünf derselben sogleich hingerichtet, die Uehrigenbegnadigt, und so die Ruhe wieder hergestellt.
Bald darauf ward Graf Schafried zum kurfürstlichen Ratheernannt, und befand sich als solcher bei den Verhandlungen,welche in den genannten Jahren zu Worms wegen AussöhnungFriedrichs I. mit dem Mainzer Erzbischof, jedoch vergebens,gepflogen wurden.
Auch in andern Fehden leisteten die Leiningen dem Kur-fürsten Beistand, 1 ). Indess mancherlei Uebergriffe des letzteren,Ansprüche auf Leiningen'sche Lehen und dergleichen mochtenVeranlassung geben, dass die Leininger Grafen sich von ihmabwandten und sich der Partei des Mainzer Erzbisehofs an-schlössen. Mit dem Beginn des Jahres 1460 machten die Vel-denzer und Emich VII. nebst seinen Brüdern, — denen zuOstern desselben Jahres die Stadt Weissenburg (nicht derAbt daselbst, der ein Vetter Graf Emichs war) und mehr alsvierzig Edle Feindschafts- und Fehdebriefe schrieben 2 ) — denAnfang mit den Feindseligkeiten gegen die Pfalz, die zwarnur wenige Monate währten, aber wiederum viel Elend zurFolge hatten. Die Verbündeten wurden bei Monsheim ge-schlagen, und erlebten dann nochmals bei Pfeddersheim, wohinsie geflohen waren, eine schwere Niederlage 3 ): sie verloren u.
i) So mit dem Mainzer Erzbischofe, dem Markgrafen Albrecht von Branden-burg und dem Grafen Ulrich von "VVürtemberg.
-) Annalen des Vereins für Nassau. Alterthumskunde IX. 318,
3 ) Am Montage vor Fronleichnam 1460. Vergl. auch .Kemnat, Chron. II.,34 u. IL. 119 u. 180. — In den Annal. Ellwang., Neresheim. et Chron. Ellwang.(Monum. Germ. hist. X. 48) heist es: — „Eodem anno (1460) gwerrae lethalesortae sunt inter Frideric. palat., Heidelberg, ex una, et Ludovicum ducem Bawar.,comitem Feldensem una cum comitibus de Leiningen parte ex altera, cui FridericoPalatino adhaeserunt rex Bohemiae, Albert, dux Austriae, Ludowic. dux Bavar.de Landshuta, episcopi Bambergensis, Herbipolensis, et alteri parte videlicet duciLudovico comite Feldensi et ipuis de Liningen adhaeserunt dux Wilhelm, de