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1 (1890)
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der auch die von den Lichtenbergorn dem gefangenen Schafriedabgenöthigte Verschreibung für ungültig erklärte.

Eine Zeit lang nahm mit Emich VII. auch sein BruderSchaffrid thätigen Antheil an den Kriegen des KurfürstenFriedrich I, doch waren sie späterhin fast beständig im Zwie-spalt mit demselben, was ihnen allerdings Nachtheil genugbrachte. Als sie dies erkannten, unterdrückten sie ihren Groll,söhnten sich mit dem Kurfürsten aus und schlössen 1453 mitdemselben ein Bündniss gegen dessen Feinde und zwar unterfolgenden Bedingungen 1 ): — wenn die Leiningenschen Landein dem bevorstehenden Kriege einen Schaden erleiden würden,der sich nicht über 1500 Gulden beliefe, so verlange Graf Emichdafür gar keine Vergütung; es sollte nur dasjenige ersetztwerden, was diese Summe überstiege, dagegen verlangte GrafEmich von dem Pfälzer die Uebertragung des Vicedom-Amteszu Amberg. Als nun Ende 1453 die Amberger in der Ober-pfalz sich gegen Friedrich I. empörten, überrumpelte Letzterermit Graf Emich's Beistande am 3. Februar 1454 die StadtAmberg. Graf Emich, der bereits Vicedom war, musste siehdes Abends zuvor bei dem Kloster Kastel mit 1300 Reiternund 200 Schützen in aller Stille einfinden, wo dann der Kur-fürst selbst mit 600 Reitern zu ihm stiess und ihm seinenAngriffsplan mittheilte, nach welchem Graf Emich sich desSchlossthores versichern und dasselbe offen halten, während derzweite Heerhaufen auf der entgegengesetzten Seite in die Stadteindringen sollte. Der Anschlag gelang; die überwundenenBürger kamen mit der Geistlichkeit dem Sieger entgegen undunterwarfen sich; elf der vornehmsten Rädelsführer wurden

') Mich. Behaims Keimchronik III. 159: „vnd waz ein vitztum dieser land-grafl zu Leiningen Emich genannt, der nam mit dysen gesten ein port (Pforte)in by der vosten." — S. auch Lehmann, Gesch. des Hauses Leiningen p. 1 u. 2.Iviemer, Gesch. des Churfiirsten Friedrich I v. d. Pfalz, I. 58 u. folg.

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