„Jungherr" 1 ). Er blieb unvermählt und trat 1475 in die Bruder-schaft des Heil. Geistordens zu Hertlinghausen bei Altleiningen,in welcher Stellung er ein hohes Alter erreichte. Am Fron-leichnamstage 1479 legte er die Irrungen zwischen „dem HerrnErhard Abt auch seinem Convent zu Schonaubol (Schönau)einerseits und Herrn, Johann Scherrer Pfarrer zu Horkheim(Dürkheim) anderntheils in Betreff der Pfarrcompetenz gütlichbei und entschied darüber, und stiftete zugleich mit seinemBruder in Husen unter dem Kloster Limburg ein neues Bene-ficium 2 ).
Bei der vorhin erwähnten Theilung mit seinen Brüdern1448 erhielt er einige Orte der Grafschaft Leiningen auf demGau, den leiningenschcn Antheil an der Burg Frankensteinund die dazugehörigen Lehnsmannschaften und Dörfer amDonnersberg, so wie die Burg Wildenstein daselbst und Anderes.
Wie bei Schaffried erwähnt, hatte schon am 10. März 1442Herzog Stephan den Burgfrieden zu Gutenburg, Falkenburgund Minfeld den Brüdern Schaffrit, Emich und Bernhard, J ung-grafen von Leiningen (Zabern, sabbate ante dominicam Lae-tare) gelobt, an demselben Tage geloben auch diese dreiBrüder den Landfrieden, und die darüber ausgestellte Urkundeist noch dadurch interessant, weil durch sie die Zusammen-gehörigkeit dieser drei ältesten Söhne und ihres Vaters un-zweifelhaft festgestellt wird 4 ).
Im Jahre 1448 sagen auch die Brüder gegenseitig sichvon allen Gelübden und Verbindlichkeiten frei, nachdem sie
') Die Originale befinden sich im fürstlich Leiningensehen geheimen Archive.
2 ) Geben zu Dorchheim vff Sant Bartholomeus Tag des h. Aposteln A. 11.1479. Das Original ist gut lesbar; von dem anhangenden Siegel Bernhards istnur ein Best übrig.
3 ) Würdtwein, Alsas. dipl. IY. 465.
*) M. v. Kemnat, Chronik II. 65. Die letzte Urkunde ist ohne Ortsangabe,wird aber natürlich ebenfalls in Xaborn ausgestellt sein.