und als der Streit sich immer weiter ausdehnte, stellten sichdie Markgrafen von Baden, die Grafen von Vinstingen undvon Lützelstein den Grafen von Leiningen, den Herren vonGeroldseck, zu Ochsenstein, zu Fleckenstein und den Grafenvon Mors und Saarwerden gegenüber. Anfangs unterlagSchaffrid, da kam ihm der Kurfürst Friedrich zu Hülfe, undnach langem Kampfe besiegte er die Lützelstciner vollständig; siewurden ins Elend gestossen und ihr Geschlecht starb 1460 aus 1 ).Dadurch war den Streitigkeiten mit den Lichtenbergern aberauch jetzt noch nicht ein Ende gemacht. Nachdem am8. October 1451 zu Pforzheim vergeblich zwischen beidenTheilen verhandelt war 2 ), kam es zum Kampfe. Graf Schafridzog mit vielen Adligen, Rittern und Hei ren gegen die Lichten-berger aus; doch wurden jene im Jahre 1452 durch die Dy-nasten von Lichtenberg in einem Treffen niedergeworfen undgefangen genommen und mussten in aller Form Urfehdeschwören 3 ).
Im Jahre 1455 ertheilte Kaiser Friedrich dem GrafenSchaffrid das Privileg, dass seine Unterthanen nicht der Rott-weiler Jurisdiction, sondern lediglich der kaiserlichen unter-worfen seien; überhaupt aber scheint in dieser Zeit einige Ruheeingetreten zu sein, so dass er und seine Brüder sich wiedermehr den innern Angelegenheiten widmen konnten, wie dennz. B. Schaffried und seine Brüder Emich und Bernhard denerledigten Altar und die Pfründe zu Kaltenbach einem neuenPriester verleihen 4 ).
x ) Roth von Schreckenstein, Geschichte der Reichritterschaft (Freiburg in"Br., 1886), n. 56.
2 ) Kemnat, Elsäss. Ghron. II. 203.
3 ) Freitag nach Invocavit 1452. Original (Pergament, deutsch, mit 16wohlerhaltenen Siegeln) im Archive des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg.
4 ) Mittwoch nach St. Peterstag Kathedra 1457 Original (Pergament, deutschohne Siegel) im gleichen Archiv,