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Späterhin, 1447, ist er selber in einen Streit mit den Herrenvon Lichtenberg verwickelt und stellt gegen dieselben eineKlage wegen vorenthaltener Güter an, worüber, sagt B. Hertzog,ein Urtheil des Freigrafen vom Stuhl zu Velgiste und seinerFreischöffen von 1447 vorhanden ist 1 ). Die Zwistigkcitenscheinen aber keineswegs aufgehört zu haben, ja es ist sogareine Fehde daraus erwachsen; bevor es indess wirklich zumKriege kam, stellte Schaffried nachstehende Forderungen anJacob und Ludwig von Lichtenberg 2 ): — 1. wegen seinesErbtheils, von seinem Vater Graf Emicli, an Hohen Feld,Dannbach, Neuhofen und der Hälfte von Küttelsheim;2. wegen eines in Brumat getödteten Leininger Mannes durchLudwigs Leute; 3. eben so wegen eines bei Weiler getödtetenLeininger Mannes; 4. wegen eines Waldes und Waidgangs zuGriess; 5. wegen eines durch die Weitbrucher geschlagenenleiningenschen Amtmanns; 6. wegen einer durch Ludwigs Reisigein Burn erzwungenen Leininger Gülte; 7. wegen Brumats.Gewiss, eine ansehnliche Zahl von Widerrechtlichkeiten! Daer ohne Antwort blieb, schrieb er Montag nach dem Ostertage(6. April) 1450 nochmals an Ludwig und beklagte sich darüber,obwohl er wusste, dass Ludwig in Rom sei 3 ). — Am Sonntagnach Cantate und Montag vor Margarethentag 1450 weist indessLudwig die Anschuldigung zurück und fordert den GrafenSchafrit vor den Markgraf Jacob von Baden; indess musstendie Sachen auch damals nicht völlig ausgeglichen sein, da wirnoch wiederholt Streitigkeiten mit den Lichtenbergern finden 4 ),
') Das Original hatte 14 Siegel. Eine Copie befindet sieh unter dem Leh-mann'schen Actennaohlasse S. 17. ur. 3.
Dinstag vor Palmsonntag 1450 (24. März).
:i ) Bornh. Hertzog Elsäss.-Chron. V. 18.
4 ) Bernh. Hertzog V. 20. „Auf solches," fügt Hertzog hinzu, „hat der vonLeiningen etliche schimpfliche Schmachschriften an den von Lichtenberg gethan."