geborene von Vinstingen, genannt 1 ). Auch König Wenzel be-lehnte den Grafen, welcher damals Landvogt im Elsass war,1395 mit diesen Reichslehen, so dass durch diesen Zuwachsdie Macht der Leininger im untern Elsass noch an-sehnlich erhöht wurde. Dass die anderen Vinstinger Liniendiesem Verluste nicht ruhig zusahen, ist erklärlich. Es ent-standen dann auch bald Streitigkeiten, die Jahre lang währten,bis es endlich im Jahre 1413 dem Domdechänt Högelmannvon Vinstingen, sowie dem Grafen von Rixingen gelang, denHeinrich von Vinstingen zu vermögen, dass er dem LeiningerHause das Mainzer Lehen Überhess 2 ), worauf denn dieserHeinrich und seine Schwestern Schonata und Margaretha einigeTage nachher 3 ) aufBrumat feierlich verzichteten. Auch in einerandern Urkunde erscheint Gräfin Clara noch, worin sie und ihrGemahl, Graf Emich, Landvogt zu Hagenau, dem KlosterMarienthal zu einem Seelengeräthe und ewiger Messe fünfViertel Korn zu Brumat stiften 4 ).
Wann Gräfin Clara starb, ist nicht genau ermittelt worden;nur muss sie schon vor 1415 gestorben sein, da Graf Emichsich bereits in diesem genannten Jahre wieder vermählt, undzwar mit: 2. Beatrix (Tochter des Markgrafen Bernhard I.von Baden und der Gräfin Anna von Oettingen). Diese Damemuss sich sehr jung verheirathet haben 3 ), da sie, obwohl erst
i) Geben vff aller heiigen Dag da man zahlte von gots gehurt 1386 JahreDas Original befindet sieh im Münchner Staatsarchiv.
-) Feriä secunda post dominioam Misericordia. Ebenda, wie die folgendeUrkunde.
a ) Feria sexta ante dominicam Jubilate, im fürstlich Leiningenschen Archive.
*) Bernh. Hertzog, Elsass. Chronik, III. 38.
5 ) „Wir Stefan von Gots Gnaden Pfaltzgraue vnd wir Anna von Veldentz. . . . vnd wir Graf Emich von Leiningen vnd wir Beatrix Marggravinne vonBaden desselben Grav Emichen eliche Hussfrawen." Es ist dies ein sogenannter,,11 inliclisbrief", worin irgend eine pfalzgräfliche oder markgräfliche Tochter irgend