alle Freischöffen, an deren Spitze „Graue Emicli von Lyningen"den Urtheilsspruch des Arnsberger Freistuhls gegen Horneckvon Hornberg, genannt Hochhausen, (vom 18. April 1420) „vffsant Bartolomeus tag" 1437 bestätigen').
Emich VI., der noch im Jahre 1449 als Helfer in einerFehde angeführt wird, starb vermuthlich 1452, wenigstenskommt er urkundlich zuletzt in diesem Jahre vor. Beigesetztward er in der Familiengruft dieser Linie zu Limburg a. d. H.Er war zweimal vermählt: 1. im Jahre 1383 mit Clara, TochterUlrichs, Herrn von Vinstingen, der seiner Tochter eine Mitgiftvon 6000 Gulden zusicherte und dafür ihrem Gemahledie Hälfte der Burg Hohenfels und den halben Theil vonBrumat überwies, wogegen Emich VI. seine Gemahlin gleich-falls mit 6000 Gulden bewidmete, welche auf die Feste Lindel-bronn eingetragen wurden. Da Ulrich von Vinstingen keineSöhne, sondern nur zwei Töchter besass, König Wenzel aber,obwohl noch eine andere Vinstinger Linie vorhanden war,im Jahre 1380 die Vergünstigung ertheilt hatte, dass die Reichs-lehen an die Töchter fallen sollten, so nahm Graf Emich nachdem Tode des Schwiegervaters die Hälfte der Burg Hohenfelsund Brumat nebst Dörfern und Zubehör sofort in erblichenBesitz und verlegte 1383 auch das Witthum seiner Frau aufdiese Güter 5 ), wozu der Erzbischof Conrad von Mainz seineGenehmigung ertheilte. Auch in dieser Urkunde des MainzerDomcapitels von 1386 wird als Graf Emichs Gemahlin Clara,
') Mit 10 aufgedruckten grünen "Wachssiegeln, s. Mone, Zeitschrift fürOberrhein XII. 208 und 214.
0 Siehe: Regesten der Dagsburger Urkunden in der Pariser Natioualbibl.,Abschrift im Archive des Grafen K. E. zu Lein.-Westerburg. In der betreffendenRegeste wird Gräfin Clara eine Tochter „Obry's von Penestranges" genannt(Ulrichs von Vinstingen).