siegte der Graf, da am 9. August 1420 der Ritter Heinrichdarauf verzichtete 1 ). Und nochmals müssen späterhin Irrungendeswegen eingetreten sein, denn aus dem Jahre 1439 existiertein Vertrag zwischen Ernich VI. und seinen drei Söhnen, denJunggrafen Ernich, Shaffried und Bernhard, und zwischenDiether Kemerer wegen allerlei Spänen und Zwietracht,welche alle gerecht seien, ausgenommen ein Lehen, welchesgedachter Diether von der Gräfin Walpurg von Sponheim,der Tochter des Grafen Hanns von Leiningen-Rixingen, erhaltenhatte, welche Sache später erst nach ausgetragenen Irrungenzwischen Graf Ernich VI. und Graf Hanns von Leiningen-Rixingen entschieden werden sollte 2 ). Einen Interimsvergleichzwischen beiden Theilen vermittelte Herzog Otto v. d. Pfalz,als Vormund des Kurfürsten Ludwig, dahin, dass die Ent-scheidung Kurpfalz übertragen werde, Avas bis Michaelis ge-schehen solle; Graf Ernich aber solle die Lehen Herlosheimund Hasloch nicht hinnehmen, ohne dies 8 Tage zuvor demDiether anzuzeigen 3 ).
Aus demselben Jahre datiert ein Vergleich ZAvischen GrafErnich dem Alten und Diether Kemerer, Oberschultheiss zuOppenheim, wegen eines Gutes zu Guntersblum, Bete undZinsen A r on den Gütern zu Bechtheim, denen zu Hassloohzugehörig, ferner wegen eines Hengstes, Avelchen Gottfried vonGuntheim fordert, sodann wegen Loslassung einiger Gefangenen 4 ).
') Pergamenturkunde im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg.
") Original im Fürstl. Heining. Geb. Archiv. Die obige Pachtung ver-mittelten Graf Phil, von Katzenelnbogen und Horm, von Rodenstein, Donnerstagnach der h. Zwolfbotten schiedunge 1439.
3 ) Alzey, Mittwoch nach St. Laurencien des h. mertelers 1438. Originalebendaselbst.
4 ) Durch Pfalzgraf Otto, Vormund über Kurfürst Ludwig zu Pfalz aufge-richtet „Laudenburg vff Montag nach sant Matheus des h. Aposteln und Evan-gelisten tag 1438." Original ebendaselbst.