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1 (1890)
Entstehung
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In Gegenwart vieler Fürsten und Grafen, unter denenauch Emich VI. sich befand, ward'am '20. August 1400 KönigWenzel von den Kurfürsten abgesetzt und statt seiner Ruprechtvon der Pfalz gewählt 1 ) und schon im folgenden Jahregehörte Graf Emich zu den „Heimlichen Rathen" 2 ) Ruprechtsund war auch dessen Haushofmeister 8 ). Als solchem musstenihm auch die Frankfurter Bürger die Reichssteuern entrichten.Dass er damals auch der Schirmvogt des Klosters Limburgwar, erhellt aus einer Urkunde des Abtes Peter von Limburgvom Jahre 1404 (feria quarta ante Thome Apost.), und in einerUrkunde vom 20. Januar 1406 (in vigilia b. Agnetis virginis)nennt ihn der Herzog von Jülich und Berg seinen Vetter.

In diese Zeit fiel auch eine Fehde mit dem Grafen Adolfzu Ravensburg wegen des Erzbischofs Friedrich von Göhl,wenigstens sandte er dem genannten Grafen im Jahre 1405einen Fehdebrief 4 ); zu einer wirklichen Fehde scheint es indessnicht gekommen zu sein, da Graf Emich am 23. März 1406als der Erste der sechs Schiedsrichter erscheint, welche zwischendem Erzbischof Friedrich und der Stadt Cöln den Friedenzu Stande bringen 6 ).

Das Dorf Beehten (Bechtheim), dessen Vorstand sich ver-schiedene Documente verschafft hatte, auf Grund deren erseine Verpflichtungen gegen Graf Emich abwälzen zu könnenmeinte, musste flehentlich um Gnade bitten, und erhielt die-selbe nur unter schweren Bedingungen, die zu erfüllen derVorstand sich erbot, und musste namentlich auch jene Schriften

') Widder, Beschreibung der Pfalz am Rhein, I. 44. Beilage Nr. 8.

-) Lehmann, Chron. Spir. pag. 738.

8 ) Chmel, Regesta Euperti, nr. 104.

4 ) Original in der kgl. Bibl. zu München.

üj Original im Archiv zu Cöln. S. auch Palme, Geschichte der hülsten

und Grafen von Salm -Reifforscheidt, II. 203, nr. 295, wo die niederdeutsche Ur-

kunde abgedruckt ist. Er nennt sich darin , Emicho Greve zu Inningen."