Burgen geöffnet 1 ) sondern auch versprochen die Festen Lindel-bol, Dürkheim und Hardenburg und viele andere Güter undGefälle dem_ Stifte aufgetragen und wieder als rechte Mann-lehen von dem Hochstift Mainz zu empfangen, ja sogar, fallser ohne Leibeserben stürbe, sollte Mainz alle diese Güter alsEigenthum bekommen. Mit ausserordentlichen Schwierigkeitenwar es verknüpft, diese über einen für damalige Zeit unge-heuren "Werth von mehr als 50,000 Gulden und über dieDehnbarkeit in der ersten Freude unvorsichtig ausgestelltenUrkunden zurückzubekommen 2 ). Zwar schlössen Emich undseine Gemahlin 1396 ein Biindniss mit dem Erzstifte Mainz 3 )und im folgenden Jahre wurden ernstliche Verhandlungen überjene Schenkung geführt 4 ), aber diese waren sogar noch imJahre 1417 nicht völlig ausgeglichen 5 ). Uebrigens kommtEmich mit seinem Bruder Jofried zusammen nur noch in zweiUrkunden, 1398 und 1399 vor.
Das Zurückerhalten der gefährlichen Versclireibungenging auch nicht einmal ohne mancherlei Geldverlegenheitenab, welche durch Anleihen -und Verpfändungen beseitigt werdenmussten; so verpfändete er 1400 seinen Antheil an Gutenburgund Falkenburg an die Sickinger, Dorf und Vogtei Gunters-blum an den Ritter Johann von Dalberg") und im Jahre 1403
') Am 10. Dec. (feria ijuinta post diem b. Nicolai episcopij 1396. Würdt-wein, Subsid. nova, I. 412. Untersiegolt wurde die Urkunde von Emichs SchwägernJohann von Limburg und Johann von Westerburg. Kaiser Ruprecht versöhntebeide Rivalen um den Erzbischofssitz am 8. Mai 1401. Die Urkunde darüberbefindet sich unter den Mainzer Urkunden in der Kgl. Bibl. zu München. Vgl.auch Guden, Cod. dipl. IV. 2.
2 ) Würdtwein, Subsid. nova III. 178.
3 ) Würdtwein, 1. c. I. 412; II. 404.
4 ) Würdtwein, Subsid. dipl. I. 170.
5 ) Würdtwein, Subsid. dipl. IV. 376.
s ) Urkunde von 1400: „Ich Johann Kemerer Ritter, den man nennt vonDalberg, bekenne, daz der Edel Graue Emich von Lyningon vor sich vnd syne