Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
176
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Aus dem folgenden Jahre (1380) existiert ein MandatWenzels an Emich V., als Hauptmann des Landfriedens einenSpeyerer Bürger aburtheilen zu wollen, (Frankfurt, am Vita-listage, den 28. April 1 ), ebenfalls 1380 (6. feria post divisionemapostolorum) begehrt der Kurfürst von Graf Emich eilendsBeistand gegen den Bischof von Speyer 2 ). Der Burgfriedenüber die Festen Falkenburg und Gutenburg ward, am 19. Fe-bruar 1381 ausgesprochen.

In eben diesen Jahre (1381) starb Emich 3 ). Er war zwei-mal verheirathet, mit:

I. Lucarde (Tochter Kuno's von Falkenstein und derGräfin Anna von Nassau-Hadamar), und zwar vermählte ersich mit ihr schon 1343 bei Lebzeiten seines Vaters. Als Mitgiftbekam sie Cransberg und Kelsterbach auf die Falkenstein'schenGüter unterpfändlich verschrieben; von Leiningen aus wurdenihr die Festen Niedeck und Gutenburg zur Hälfte, nebst einermit 4000 Pfund Heller ablösbaren Jahresrente von 400 PfundHeller als Witthum ausgesetzt.

II. Margaretha, Landgräfin von Burgund und Gräfinzu Kyburg, durch welche Graf Emich mit den angesehenstenregierenden Häusern in Verwandtschaft kam. Die Vermählungfand 1362 statt; das Witthum ward ihr auf Hartenburg ange-wiesen, während sie dem Hause eine Aussteuer von 6000Goldgulden zubrachte, welche ihre Brüder in zwei Ratenabzutragen sich verpflichteten (an sant Ambrosientag).

9 Aus dem Lehmannscheu Actennachlass in der Heidelberger Bibliothek.•) Aus demselben.

!i ) Die oflieielle Stammtafel lässt es unentschieden, ob 1380 sein Todesjahrist oder 1381. Aber im ersten Jahre kann er nicht wohl gestorben sein, da erwie wir oben sahen, noch am 30. December 1380 dem Erzbischofe Friedrich vonCöln eine Bescheinigung ausstellt.