Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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175
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nehmiguug dos Königs Wenzel die halben Theile an denFesten Gutenburg, Falkenburg und Minfeld, welche sie von demReiche, nachdem sie dieselben ausgelöst, pfandweise innehatten,nebst verschiedenen Dörfern an Graf Emich für 300(10 Gulden 1 ),während dagegen am 22. Januar 1379 zu Nürnberg König-Wenzel dem Pfalzgrafen Ruprecht 1. dem Aeltern die obigenGüter gab und dazu die Dörfer Hasloch, Igelheim, Böhl u. a.,die bisher Graf Emich als Reichspfand inne hatte, und derPfalzgraf für 10000 Gulden löste. — Den ihm pfandweise zu-stehenden Ort Grünstadt versetzt Emich 1378 für 200 schwereGulden an Johann und Kuno Kemmerer Gebrüder, die undderen Nachfolger in. der Leiningcnschen Geschichte dieser Zeitwiederholt auftreten 2 ).

Da die übrigen Pfandschaften von dem Kurfürsten sogleichan Graf Emich zurückgegeben und von ihm vei äussert wurden,so verblieben dieselben, und namentlich auch die beiden Festen,als erbliche Mannlehen bei dem Hause Leiningen. Es sinddarüber verschiedene Urkunden vorhanden, so von König-Karl vom 6. März 1378, worin derselbe, wie schon erwähnt,dem Pfalzgrafen Ruprecht die Einlösung gestattet; vom 4. Juni1379, worin Graf Emich bekennt, dass er die Lösung zuzu-gestehen schuldig sei; sodann eine Urkunde von demselbenTage, worin Graf Emich sich erbietet, die genannten Orte demPfalzgrafen einzuräumen, und gleichfalls von dem nämlichenTage eine andere Urkunde, mit welcher Graf Emich demPfalzgrafen die Briefe über jene Orte zustellt; sodann die obigevom 22. Januar 1379, worin König Wenzel den Pfalzgrafenermächtigt, jene Güter anderweit zu verpfänden.

') Carlsruher Copialbuch der Pfalz, in Mone, Zeitschrift etc. XXL 459;Lohmann'scher Acten-Nachlass in der Heidelberger Bibliothek.

-) Ipso die Epiphanie 1378. Im fürstlich Leining. Geh. Archiv.