Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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174
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1375 einen Absagebrief nach Dürkheim, nahmen Adlige inDienst und begannen einen Krieg, der länger als ein Jahrwährte. Natürlich standen auch auf Graf Emichs Seite vieleRitter, Edle und Knechte; dennoch ward von den übermächtigenStädten Dürkheim erstürmt und das Leininger Land sehr ge-schädigt. Graf Emich seinerseits belagerte vergeblich Speyer;da aber die Städte, besonders im Speyergau, auch pfälzischeOrte und Unterthanen 1 ) nicht geschont hatten, so kam PfalzgrafRuprecht I. dem Grafen zu Hülfe, und dies hatte denn besondersden Erfolg, dass die Städte sich zurückzogen und unter Ver-mittelung des Kurfürsten mit Graf Emich im October 1376einen Vertrag schlössen, dahin, dass er ihnen zehn Jahrelang mit vier Mannen zur Verfügung stehen müsste, die siejedoch zu besolden hätten 2 ), wogegen sie auch während derZeit das Oeffnungsrecht in allen seinen Burgen haben sollten,ihm aber 1600 Goldgulden zahlen müssten 3 ).

Auch mit dem Grafen von Bitsch kam Emich in Fehde,so wie wegen der Burg Grevenstein mit seinem Vetter GrafSchafrid von Leiningen-Rixingen. In den Jahren 1378 und1379 suchte denn auch noch Carl IV. (besonders auch KönigWenzel) die sehr bedeutenden Reichspfandschaften Gutenburgund Falkenburg dem Hause Leiningen dadurch zu entreissen,dass er dem Kurfürsten Ruprecht I. deren Auslösung erlaubte;dies geschah denn allerdings auch, aber der Kurfürst übergabsie sogleich wieder als Mannlehen und Unterpfand dem GrafenEmich. Sodann noch verpfändeten die Pfalzgrafen mit Ge-

') Lehmann in seiner Geschichte dos Hauses Leiningen erzählt dies aus-führlich, leider ohne Quellenangabe; doch liegen -wesentlich der Lehmann'scheActennachlass der Heidelberger Bibliothek und das im Archive des Grafen K. E.zu Lein.-Westerburg befindliche Material hier zu Grunde.

-) Lehmann, Chron. Spir. p. 273 etc.

• s ) Dinstag nach S, Michaelstag des Erzengels 137G.