— 167 —
Am 12. Dec. desselben Jahres einigt sich Bischof Gerlaclivon Speyer mit Emich V. in einem Compromiss dahin, dasssie sich zur Austragung aller etwaiger Zwistigkeit nur einesaus drei Männern zusammengesetzten Schiedsgerichtes bedie-nen wollten 1 ).
Welchen EinfLuss aber Emich hatte und wie sehr manseine Freundschaft zu schätzen wusste, zeigt sich darin, dassim Jahre 1349 der Erzbischof Gerlacli von Mainz ihm 4000Goldgulden zusicherte für den Fall, dass er ihm gegen seinenVorgänger Heinrich von Vienenburg und gegen Kuno vonFalkenstein beistehn und ihm wieder zu seinem Erzstift ver-helfen wolle 2 ). Um seiner Gewogenheit gewiss zu bleiben,sicherte ihm auch König Carl als Dienstgeld die damals enormeSumme von 5000 Pfund Heller zu, am 18. Mai 1349. Im fol-genden Jahre, am 18. Juni 1350'') dagegen giebt Graf Emichdem Pfalzgrafen 1000 kleine Gulden, wofür er Burgmann aufWolfsberg und Winzingen wird, eine Summe, welche Rudolphzu seiner Pfandschaft an Billigheim schlägt 0 ), welch letzteresdurch die von dem Vater Pfalzgraf Rudolphs geschehene Ver-pfändung Billigheims an Leiningen am Mittwoch nach demOstertage .1350 (am 31. März) geschah 6 ). Auf Burg Winzingenaber muss sich der Pfalzgraf Rudolph II. damals längere Zeitaufgehalten haben, da er hier mit Graf Emich auch einenSchiedsmann ernennt 7 ).
) Mone, Zeitschr. XXYI. 95; Reinting, Urkundenbuch etc. I. 568.
-) „Vff den Abent Saut Barnaban 1349.
Original im Münchner Staatsarchiv.
4 ) Lehmann, Burgen der Pfalz II. 109. Koch u. Wille, Regesten derPfalzgrafen am Rhein, p. 143.
®) Lehmann, Burgen der Pfalz III. 109.
6 ) Lehmanns Actennachlass in der Heidelberger Bibliothek. Uobiigenslehnte Ruprecht I. das Gericht Billigheim im Jahre 1361 (Wyatzingen, leria Gjhpost. Bartholom.) wieder von Leiningen aus.
7 ) Lünig, Specil saec. I. 142..