um eine nochmalige Zerstückelung der ohnehin schon mehr-fach getheilten Güter zu vermeiden. Auch gelangten mehreredem Stiefbruder Fritzmann zugetheilte Stücke, wie Franken-stein, Dagsburg etc. in der Folge wieder an die HartcnburgerLinie.
Schon der Blutsverwandtschaft wegen stand Emich V.mit dem neu erwählten König Carl IV. im besten Einverneh-men. Als er 1346 in Fehde mit dem Bisthum Strassburg ge-rieth, liess König Carl an die Strassburger die Mahnung er-gehen, von dem Kriege gegen den Leininger, seinen Freundund Verwandten, abzulassen'). Eine gleiche Mahnung erthcilteam 3. Aug. 1346 auch der Erzbischof Balduin von Trier, sichnicht dem Bündniss Ludwigs des Bayern und der .rheinischenStädte anzuschliessen gegen seinen Verwandten Graf Emichvon Leiningen 2 ). Wie sein Vater von Kaiser Heinrich VII.ausgezeichnet wurde, so erfreute sich Emich V. der ganz be-sondern Gunst des Kaisers Karl IV.; schon am 15. Jan. des-selben Jahres ernannte Carl ihn zum Landvogte desSpeyergaues 3 ); leider aber musste jener schon im folgendenJahre diese Landvogtei, so wie auch die des Elsasses, anKurpfalz verpfänden 4 ). Um ihn einigermassen zu entschädigen,stellte ihn 1349 der Kaiser als Burgmann in Kaiserslautern an;ausserdem hatte der Kaiser dem Erzbischof Balduin von Trierschon am 15. Mai 1348 5 ) die Landvogtei im Speyergau ge-geben und dieser übertrug sie nun wieder dem Grafen Emich V.Aus demselben Jahre datiert der Erlass an die Speyerer Unter-thanen, dass sie dem Grafen Emich als dem Landvogte zugehorchen hätten.
P Schoepflin. Als. dipl. II. 182; "Wencker, App. Archiv, p. 203.
'-) Wencker, App. Arch. p. 202.
;l ) Schoepflin, Als. dipl. II. 191.
+ ) Act. Acad. Theod. Palat. VII. 225.
5 ) Schoepflin, Als. dipl. II. 191,