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1 (1890)
Entstehung
Seite
158
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sagton 1 ). Im Jahre vorher schon, am 17. April (Montagvor dem Palmtage) 1330, hatte ihm Kaiser Ludwig II. ge-stattet, das Witthum seiner Gemahlin Ida von Salm mit2000 Pfund Heller auf die Dörfer Bockenheim, Kindenheim,Gossenheim, Büssersheim, Heidesheim, Colgenstein und denBockenheimer Hof zu verlegen 2 ).

Dass der von Anfang an reich ausgestattete Jofried we-niger, als seine verwandte Linie, in Geldverlegenheiten war, or-giebt sich zum Theil schon aus den bisher angeführten Erwer-bungen, und ebenso aus andern Transactionen, die ihn, imBesitze von Mitteln erscheinen lassen. So verspricht zu Wies-loch am 10. April 1330 Marquard, Herr zu Seefeld, Vicedomzu Heidelberg, eine Schuld des Pfalzgrafen Rudolf II. von150 Pfund Heller an Jofried bis Martini, und am ü. April 1333eine eben solche Schuld 3 ) zu zahlen.

Im Jahre 1332 trug er dem Erzbischofe Balduin 4 ) seineTheile an der Fes + e Bolanden für 500 Pfund Heller zu Lehenauf, empfing sie wieder von demselben und quittirte kurze Zeitnachher über den richtigen Empfang der Summe (an den Mitt-wochen in der Osterwoclien) 22. April 1332.

Von Interesse dürften auch noch einige andere Daten ausseinem Lehen sein, so: dass Wigand von Ulversheim und Ge-nossen bekennen, dass Graf Jofried von Lyningen ihnen um400 Pfund Heller das Dorf Vluersheim (Flörsheim) zu Lehengegeben habe. Dagegen wollen sie dem Grafen das Dorf wiederübergeben, wenn er die 400 Pfund Heller zurückzahlt 5 ). Im

0 Montag nach Margarethentag 1331 (15. Juli).

2 ) Remling, Otterherger Urkundenbuch p. 374. nr. 424.

3 ) Koch und Wille, Regesten der Pfalzgrafen bei Rhein p. 125 und p. 128.

4 ) Kurtrierische Lehnbriefe (Copien) über die Burg Wachenhausen auf derPfrimm im Wormser Bisthum finden sich im fürstlich leiningenschen Archivevon 1335 bis 1467.

5 ) Baur, Hess, Urk. III. 128.