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1 (1890)
Entstehung
Seite
149
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Hesso von Leiningen den Bischof von Speyer mit sich auszu-söhnen, aber ohne Erfolg, das könnten der Bischof von Worms,der Graf Hesso von Leiningen und das Stift zu Speyer be-zeugen. Indess vermittelten die eben Genannten einen Waffen-stillstand vom 8. Aug. bis 5. Sept. 1 ), und bereits am folgendenTage, am 9. Aug. 1462 zu Heidelberg den Frieden 2 ). Auchsollen nach der von Friedrich I. mit dem Herzog Ludwig vonVeldenz getroffenen Uebereinkunft zur Beilegung etwaigerStreitigkeiten der Bischof Reinhard von Worms oder der GrafHesso von Leiningen als Obmänner bestellt werden 3 ), undebenso in dem Bündnisse Friedrichs mit dem Erzhischof Adolphvon Mainz vom 3. März 1466 4 ).

Seine Laufbahn als pfälzischer Rath hatte er damit be-gonnen, dass er 1452 der Arrogation des jungen Herzogs Phi-lipp von Seiten Kurfürst Friedrichs I. assistiert hatte, und nunbestätigt er als solcher auch am 6. Februar 1467 die frühereArrogationsurkunde von 1452. Es war dies seine letzte amt-liche Handlung; denn schon einen Monat darauf, am 8. März1467, starb er bei seinen Verwandten in München, ohne Kinderzu hinterlassen, und ward zu Höningen bei Altloiningen 5 ) bei-gesetzt.

Er beschloss die altleiningensehe, auch friedriehscheund dagsburgische Linie des Hauses Leiningen, die seit1317, also anderthalb Jahrhunderte, bestanden hatte.

Am 4. Oct, 1440 vermählte er sich-mit Elisahetha, der 7)Tochter des Herzogs Ernst von Bayern in München und derHerzogin Elisabeth von Mailand aus dem Hause Visconti, der

') Remiing, Urkunder buch zur Gesch. der Bischöfe von Speyer II. nr. 168.

-) Remiing, a. n. 0. II. nr. 169.

s ) Kremer, Gesell. Friedrichs I., AI Ah. II. Urk. 111.

4 ) Kremer, a. a. 0. Abtk. II. Urk. 124 u. 132.

5 ) M. v. Kemnat Chronik, p. 49.