Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
137
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der Prymmen (Pfrimm), wo Zell liegt, gesessenenArmen Leute"die gleichfalls ihm eigen sind 1 ).

Ein glücklicher Umstand war es, dass er die bisher anHartenberg verpfändeten, jetzt aber 2 ) wieder eingelösten Lehenzurückerhielt. Schon vorher, am 11. Septbr. 1398, hatte erüber die Jnvestitur der pfälzischen Lehen einen Revers aus-gestellt 3 ).

Unter einer vom 7. Octbr. 1400 datierten Urkunde, worinEberhard von Randeken dem Kloster Otterberg das Patronatzu Uffenheim schenkt, befindet sich die Genehmigung desLehnsherren, Graf Friedrich von Lyningen und seiner Gemah-linSophia" 4 ). Friedrichs VIII. (nur dieser kann gemeintsein) Gemahlin hiess aber erweislichMargarethe", undda diese erst 1405 mit ihm vermählt wurde, so wäre keineandere Lösung dieses Räthsels möglich, als dass Friedrich vor-her mitSophia" vermählt gewesen wäre. Vermuthlich aberliegt hier ein Lese- oder Schreibfehler zu Grunde.

Im Jahre 1405 hatte er sich mit dieser Margarethe(der Tochter des Markgrafen von Baden-Hochberg) vermählt,und schon 1407 verkauften beide ihre Zehnten zu Weilerbachund Nanstein an den Comtliur des Deutschordens Einsiedelfür 800 rhein. Goldgulden 6 ). Ueberhaupt kommt Friedrich VIII.,da ihm, neben seinen Besitzthümern, auch drückende Schuldenvererbt waren, gleich seinem Vater fast nur in Pfand- undähnlichen Briefen vor, obwohl er doch immerhin noch genug

!) Münchner Reichsarchiv, Urkunden der Grafen von Leiningen.

-) Schoepflin, Als. dipl. II. 177.

3 ) Gründliche Deduction etc. pag. 79.

4 ) Das Original der Urkunde befindet sich im Luzerner Staatsarchiv (Copieim Archive des Grafen IL E. zu Lein.-Westerburg).

5 ) Unten ist bemerkt, diese Pfandschaft sei 1486 eingelöst, S. Qarlsruher

Pfalz. Copialbuch Nr. 18. fol. 88Jh_