Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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beiden Grafen Friedrich das genannte Dorf versetzt hatten,nachdem das Domstift das ihm zugehörige Dorf wieder mit400 Fl. zurückgelöst hat, das Domstift dieser Summe „quyttvnd loss", verspricht auch, das Dorf und die armen Leutedaselbst zu schirmen „durch sunderliche fruntsehafft willen,die sie (die Dumherren) vns darin gethan hant" 1 ).

Allerdings kam mitunter auch einiger Ersatz. So ent-schädigt Erzbischof Gerlacii von Mainz die Grafen von Lei-ningen anstatt der ihnen für geleistete Hülfe versprochenen12000 Gulden durch ein Burglehen und 600 Gulden, die ihnenauf die Thorgefälle in Germersheim angewiesen wurden 2 ).

Friedrich der Alte und der Junge, so wie des letzternSohn Friedrich (VIII) erlaubten im Jahre 1369 dem GrafenEmich V., dasjenige, was sie von Dürkheim und Bechtheimversetzt hatten, einzulösen, mit dem Vorbehalt, es ihnen oderihren Erben für die Kaufsumme wieder zu überlassen.

Bei der Theilung der beiden Linien war die GrafschaftDagsburg gemeinschaftlich geblieben, und da die Vermählungeiner Tochter Friedrichs VII. an den Grafen Hannemann vonZweibrücken-Bitsch bei Emich V. die Besorgniss erregenmochte, die Nähe der Bitscher Grafen könnte seinem Rechtean Dagsburg gefährlich werden, so verpflichteten sie sich, denGrafen Hannemann ohne Ernichs Genehmigung nicht zumBurgvogte daselbst einzusetzen. 3 )

! ) Baur, Hess. Urk. III. 505.

' 2 ) Urkunden des Mainzer Domcapitels im Münchner Staatsarchiv. „Gegebenzu der alten Linyngen an d. heil. Palmtage (16. April) nach Christi Geburte 1857 :„Wir Friedrich der Alte (der Wormser Dompropst) und Friedrich (VII.) derJunge gehrüdere graue zuLyninge dun kündete." Beide Siegel sind wohlerhalten.

a ) Am 26. März 1370, nach dem Sonntag, da man singt Lätare in derFasten vf den nechsten Dienstag.

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