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Friedrich V. setzte nun seine Linie durch seinen SohnFriedrich VI., seinen Enkel Friedrich VII., und seinen UrenkelFriedrich VIII., bis auf seinen Ururenkel, den Landgraf Hesso,fort, welcher mit seinem am 8. März 1487 ohne Kinder erfolgtenAbleben diese altleininger Linie schloss.
Wenn aber beide Linien auch manche Güter noch gemein-sam besassen, so existirten die Linien selbst doch völliggetrennt von einander. Namentlich empfing jede derselben ihreLehen für sich allein, vergab auch jede für sich ihre eigenenLehen an Vasallen, und übte, was anfangs wohl noch geschah,ihre Vogteien nicht mehr gemeinsam aus. Selbst auf denReichstagen führte jede Linie ihre besondere Stimme, ja mantheilte sorgsam sogar Titel und Wappen. So nannte sich Frie-drich Graf zu Leiningen-Dagsburg, Jofried dagegen Graf vonLeiningen, Herr zu Hartenburg.
Friedrich V. scheint, trotz der (wegen der GegnerschaftLudwigs von Bayern und Friedrichs des Schönen von Oester-reich) im Reiche herrschenden Wirren und der allgemeinenUnsicherheit, ein ziemlich stilles Leben geführt zu haben undweilte dauernd in Alt- und Neu-Leiningen. In Reichsangele-genheiten und als Theilnehmer an der Politik kommt er nir-gend vor.
Oefter dagegen in Privatangelegenheiten. So verkauft erim Jahre 1323 zu Worms dem König Ludwig als Pfalzgrafenbei Rhein für 3400 Pfund Heller die von der Pfalz lehenrüh-rige Stadt Oggersheim, die Au Grevenaue u. A., jedoch mitAusnahme des Landgerichts auf Stalbuel (Gerichtshügel) zwi-schen Worms und Frankenthal, des Landgerichts zu Hierstegeauf der Prumme und auf dem Stampe. Den Grafenhof zuOggersheim verspricht Verkäufer, der deswegen mit seinemSchwager, dem Grafen von Veldenz, im Streite liegt, von diesemeinzulösen, und danach ihn dem Könige zu dem Preise zu
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