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1 (1890)
Entstehung
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im Jähre vorher, 1275, contra,signirt Graf Ertlich eine Ur-kunde, in welcher Kaiser Rudolph der Lütticher Kirche dieihnen von Kaiser Heinrich V. ertheilten Privilegien bestätigt 1 )'und ausser sechs Cardinälen, waren auch die Brüder Emichund Friedrich gegenwärtig, als am 20. October 1275 in ecc-lesiaLausanaensi Kaiser Rudolph dem Papste Gregor VII. verspricht,die Rechte der römischen Kirche schützen zu wollen und dieverlorenen Besitzungen ihr wieder zu verschaffen 2 ).

Als Graf von Dagsburg war Emich IV. der Schirmvogtdes Klosters Hesse, und gab im Jahre 1277 den bedrängtenBenedictinernonnen eine jährliche Rcichniss von I I Pfennig,6 Acker Landes zu Bizingen und bis zur Wiederherstellungdes zerstörten Klosters eine Hütte zu ihrem Aufenthalte 3 ).

Am 14. Juni 1278 übertrug dem Grafen Emich der Pfalz-graf Ludwig IL, der Strenge, das Amt eines Burgmannes inWachenheim (castellaniam in castro suo äpud Alcejam) gegen300 Mark kölner Pfennige, wofür ihm der Zehnte, sodann300 Malter Korn und andere Einkünfte versprochen wurden,mit der Bedingung, dass er dafür Lehngüter kaufe und einen

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geeigneten Ritter in Wachenheim residiren lasse 4 ), und ineiner andern Urkunde von demselben Tage verbürgt sich Graf

') Lünig, Reichsarchiv XVII, 510; Boehmer, Reg. Imp. nr. 203.

•) Abgcdr. in Pertz Monu.ni., s. a. Boehmer, Font. Iter. Ilernens. III, 144.

:< ) D. Fischer, die ehemalige Abtei Hesse (Miihlhausen im Elsass 1866),pag. 9. Die Grafen von Leiningen waren lange Zeit im erblichen Besitz derSchirmvogtei, hohen Gerichtsbarkeit und des Blutbannes im Dorfe Hessen, bisdiese Rechte ihnen wegen ihres Religionswechsels streitig gemacht wurden; dochbehielten sie bis in die neuere Zeit das oberste Gericht und einzelne Grundstückez. B. den sogenannten Klosterwald.

+) Act. et dat. apud Heidelberg A. 1). 1278. 18. Kai. Julii, im OarlsruherCopialbuch und bei Hilgard a. a. O. p. 59; auch bei "Widder, Beschr. der Pfalz,III, 12 und b. Koch und Wille, Regesten der Pfalzgrafen am Rhein (Innsbruck1887) pag. 59 nr. 1016.

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