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Jahre der Erzbischof Werner von Mainz 1 ). Jedenfalls zeigt sichin diesen Verwilligungen die hohe Gunst und das Ansehen,in welchem Graf Emich stand. Freilich kamen die Lehen nichtauf die Töchter, sondern blieben zum grössten Thcile hei demStamme.
In dieser Zeit hielt Graf Emich sich vielfach in Wormsund dessen Umgegend auf, weil wegen der nach König WilhelmsErmordung und bis zur Wahl Richards überall ausgebrochenenUnruhen und Wirren die Stadt ihn als ihren Beschützerannahm, ihm dafür 300 kölnische Mark zahlte und durchseinen Beistand auch wirklich völlige Sicherheit genoss 2 ).Den Städten um Sold zu dienen, vertrug sich mit dem Standes-bcwusstsein der Ritterbürtigen um so mehr, als, wie wir liierein Beispiel haben, auch angesehene Dynasten es mit ihrerWürde verträglich fanden, besoldete Stadthauptleute zu werden,wie denn hier Graf Emich IY. sich der Stadt Worms gegen300 jährliche Mark für die nächsten zwei Jahre verpflichtet.Solche 300 Mark waren übrigens eine sehr hohe Summe zueiner Zeit, wo, wie wir gesehen haben, ein deutscher Königschon um einhundert Mark sich persönlich in Verlegenheitbefinden konnte. Es wurden übrigens solche Verträge in derFolge zwischen Worms und den Grafen von Leiningen nochöfter abgeschlossen, theils ohne Entgelt, theils gegen Ver-gütung, da doch immer nicht unbeträchtliche Kosten für den
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S chutzlierrn erwuchs en 3 ).
Dass Graf Emich, wie wir weiter oben gesehen haben,sowohl von dem Kaiser als von den andern Lehnsherren ein
') Mone, Zeitschrift für Oberrhein IX, 290 und 291; auch im SponheimerCopiallmchc (B. fol. 17) zu Carlsruhe.
2 ) Boehmer, Font. Her. Germ. II, 191, 194 u. 196.
!l ) Vgl. auch Arnold, Verfassungsgeschichte II, 243; Roth von Schrecken-stein, Geschichte der rhein. Reichsritterschaft (Freiburg, 1886) I, 433 u. 434.Brinclcmeier, Leiningen. 7