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1 (1890)
Entstehung
Seite
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Eine ausserordentliche Vergünstigung erhielt Graf Emichvon dem Könige Richard durch die Concession, dass seine Reichs-lehen auch auf seine Töchter vererben sollten 1 ), und bereits amfolgenden Tage erlaubt ihm Kaiser Richard, seine Gattin Eli-sabeth mit 600 Mark Silbers auf die reichslehenbare BurgLandeck zu verwidmen 2 ). Kurz vorher, am 21. Juni 1257,hatte Kaiser Richard die durch König Wilhelm an den GrafenEmich von Leiningen-Landeck geschehene Verpfändung desDorfes Godramstein und des Hofes Billigheim bestätigt 3 ).

Im folgenden Jahre (Speyer, am 6. October) bezeugenEmich und sein Bruder, der Bischof Heinrich von Speyer, eineUrkunde, worin Kaiser Richard den Bürgern von Speyer dievon Heinrich V. ihnen verliehenen Privilegien bestätigt 4 ). Imfolgenden Jahre erscheint er als Zeuge in einer Urkunde, worinReinliart von Hanau auf das Schloss Königstein und die Nassau-ischen Lehen verzichtet.

Wie König Richard dem Grafen Emich die Vergünstigungertheilt hatte, dass auch die Töchter desselben in den Lehennachfolgen sollten, so verleiht gleichfalls der Pfalzgraf Ludwig II.ihm die Genehmigung, dass auch die pfälzischen Lehen aufseine Töchter erbfähig sein sollten 5 ), und die nämliche Vergün-stigung erwiesen ihm dann auch der Bischof Eberhard vonWorms hinsichtlich der Wormser Lehen und im folgenden

') Alezeiae, 25. die Sept. Indiot. I, A. D. 1257, Eegnil, in Lehmanns Acten-nachlass in der Heidelberger Bibliothek.

a ) Alsey, 26. die Sept., Indiot. I, A. D. 1257, Eegui I., daselbst.

:f ) Datum Bonne, 21. die Junii, lndict. XV. A. D. 1557, Eogni nostriplimo. In Lehmanns Actennachlass in der Heidelberger Bibliothek.

4 ) Gercken, Cod. Brandenburg. VIII, 390. Lehmann, Speyersche ChronikIV, 536 nr. 88.

5 ) Act. in campis apud Wyssenburg, A. 1). 1258, 12. Kai. Dec. (20. Nov.)Aus Lehmanns Actennachlass in der Heidelberger Bibliothek.