Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
92
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Bruder Heinrich, derzeitiger Bischof von Speyer, der für jenenbei seinem Bruder Emich 100 strassburger Mark lieh, wofürder in schwerer Geldnoth befindliche König ihm jährlich100 Malter Korn in Statweiler nebst 5 Fudern Wein auf demHofe zu Deidesheim verschrieb 1 ).

Um diese Zeit, am 29. Juni 1248, schloss Graf Emichmit Pfalzgraf Otto II. und dessen Erben folgendes Uebercin-kommen: Der Pfalzgraf nimmt ihn mit 300 Mark zum Burg-mann in seine Burg Winzingen, wofür er gegen 500 Markdie Verproviantirung der von den Feinden des Pfalzgrafenbelagerten Burg Thurm (an der Mosel) übernimmt, d. d.Ahbach, 29. Juni 1248.

Mit den Gebrüdern Johann und Friedrich von Franckon-stein kam er wegen der Burg Franckenstein (die sein Bruderals Lehn empfangen und als Afterlehn wieder den Francken-steinern verliehen hatte) in Zwistigkeiten, doch wurden dieselbendurch einen Vertrag geschlichtet, in welchem die beiden vonFranekenstein sich verpflichteten, dass sie auf Seite Emichstreten wollten, wenn auf der andern Seite der Vertrag nichtgehalten würde.

Wie wir gesehen haben, hatte Friedrich IL noch bei Leb-zeiten eine Theilung der Güter unter seine Söhne vorgenommen,und diejenigen, welche dem geistlichen Stande angehörten,durch Güter und Gefälle abgefunden. Den Antheil nun, derihm zugefallen, übergab Walram, Domprobst zu Worms undProbst zu St. Guido in Speyer, 1249 seinem Bruder Emich IV.,wie er Alles bisher besessen hätte 5 ). Im Jahre 1250 verlieh

') In den Act. Theod. Palat. VI. 319: Datum Diemerstein A. D. 1218 incrastino vinclorum Petri Apost. (am 2. August). S. auch die vorige Anmerk.

■) Datum in castro Lyningen. A. D. 1249: Nos "Walramus, Wormat. eccl.prepositus, constare volumus — quod nos terras, possessiones, reditus siue censusnec non omnem hereditatem quo ad nos est ex paterna successione deuoluta. B m -bichoni comiti de Lyningen, fratri nostro, in proprium tradidimus — sicut