Es entstanden hieraus zwei getrennte Linien, die zwarEinzelnes noch gemeinsam besassen, im Wesentlichen aber docheine jede für sich bestanden, nämlich:
die Linie Leiningen-Dagsburg, auch AltleiningerLinie, welche mit Friedrich V. begann, und
die Linie Leiningcn-Hartenburg, deren Stifter Jofriedder Halbbruder Friedrichs V., war.
Graf Friedrich IV. starb, nach einem rühmlichen thätigenLeben, im Jahre 1316. 1 )
Seine erste Gemahlin war Johanna, Tochter des GrafenSimon II. von Sponheim-Kreuznach und der Margarethe vonHengebach 2 ). Sie war im Jahre 1270 bereits mit Friedrich IVvermählt 3 ), der mit derselben folgende Kinder hatte:
1. Friedrich V., Nachfolger in der Dagsburger oder Alt-leininger Linie.
2. Mechtild, welche nur einmal, 1288 (s. weiter oben)vorkommt, bei Aufrichtung des Ehevertrages zwischen ihr undGraf Adolph von Nassau 4 ).
3. Agnes, gleichfalls schon erwähnt, bis 1343 vorkommend,vermählt 1303 mit Graf Georg von Veldenz aus dem HauseGeroldseck (der noch 1347 vorkommt).
') Bernk. Herlzog, Cbron. Alsat. II, 50. Trithcm. Chron. Hirsäug. II. 72.
-) In einer Urkunde bei Gudcn 1. e. II 1141 hoisst es: „in cujus reitestimonium — nostris (comitis Joannis de Sponheim) et domini Emechonissoceri nostri etFridorici sororii nostri, comitum de Liningen — sigillis duximusroberandum."
: <) Kremer, Diplom. Beiträge II, 189. Dass sie im J. 1304 noch lobte,gebt aus einer Urkundo dieses Jahres hervor, worin Graf Friedrich, von Leitungenund seine Gemahlin Johanna den Ottcrberger Hof Sondelborn freyen (s. oben);Beinling, Otterherger Urkundenbuch p. 216 nr. 310.
4 ) Begesten in der Pariser Nationalbibliothek. Abschrift derselben indem Archiv des Grälen K. E. zu Leiningen-Westerburg.