Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
88
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4. Em ich, der nachmals Domherr zu Worms, seit 1314Bischof von Speyer war und 1328 starb 1 ).

Als Friedrichs IV. zweite Gemahlin wird eine DameAnna (oder ebenfalls Johanna) genannt, von welcher indessnichts weiter bekannt ist. Ueberhaupt herrscht in Bezug aufdie Gemahlinnen des Grafen eine auffällige Unsicherheit, dain der weiter oben angeführten Urkunde von 1307 noch eineGräfin Anna aufgeführt wird, während erweislich seine letzteGemahlin, Sophie 2 ), sich nach der officiellen Stammtafel bereitsim Jahre 1296 mit ihm vermählt haben soll, und doch dieerste Gemahlin Johanna noch 1307 in einer Urkunde vorkommt,als Gräfin von Freiburg, während sie in der Stammtafel alsTochter des Grafen Egon I. von Lichtenberg und der FreiinKatharina von Lichtenberg aufgeführt ist; s. unter Nr. 40. Sieerhielt eine Aussteuer von 750 Mark Silber, deren Zinsen aufdie Freiburger Einkünfte angewiesen wurden 3 ).

Aus dieser letzteren (zweiten oder dritten) Ehe stammten

5. Jofried (Gottfried), der Stifter der Linie Leiningen-Hartenburg, der mit seinem Halbbruder Friedrich V. theilte, und

6. vielleicht noch eine Tochter Johanna, die nach einerUrkunde von 1327 die Gemahlin Hannemanns von Lichten-berg war 4 ). S. unter Nr. 38.

Die Genealogen geben dem Grafen Friedrich auch nocheine andere Tochter, Helene, ivelche mit einem Grafen von

1) Nach Senckenberg Sek juris YI. 191 und Job. von Mutterstadt imCkron. Spirense erst am 19. April 1336.

2 ) Abhandlungen der kurbayr. Akademie der Wissenschaften III. 118.

a ) JEtiezler, Gesch. des Hauses Fürstenberg (Tübingen 1883) pag. 136.

4 ) Bernhard Hertzog erwähnt eine Johanna als Gemahlin eines Herrn vonLichtenberg schon 1235, wo sie Friedrichs Schwester heisst. Aber sie passt zukeinem der Friedriche, und Hertzogs Zeugniss ist, namentlich wo es an das Un-mögliche grenzt, sicherlich nicht zur Constatirung einer historischen Thatsacheausreichend.