Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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Wie sein Schwiegervater Graf Egon I. von Freiburg,war auch Graf Friedrich IV., wie wir gesehen haben, aufSeiten Albrechts von Oesterreich; sie empfingen ihn in derNähe Freiburgs mit grossen Ehren und unterstützten ihn beiseinen klugen und glücklichen Operationen an der Elz 1 ).

Im Jahre 1308 ertheilte dem Grafen Friedrich IV. derBischof Eberwein von Worms einen Lehenbrief für seineGrafschaft, namentlich für die Burg Neuleiningen 2 ). Balddarauf, am Mittwoch nach St. Walpurg 1308, stellte FriedrichIV.,gemeinsam mit dem Speyerer Bischof Siegebert, für die StadtLandau einen Schutzbrief aus und 1309 trugen ihm Otto vonBolanden und dessen Gemahlin Loretta anstatt der dem KlosterOtterberg verkauften Hälfte ihres Zehnten zu Albisheim ihrViertel an der Burg Bolanden sammt ihrem dortigen Wein-berge ebenfalls zu Lehen auf 3 ), welche Auftragung 1309 „feriasexta proxima post festum purificationis Virginis gloriose"bestätigt wird.

Namentlich in seinen spätem Jahren scheint er sich nochmehr von dem öffentlichen Leben ferngehalten und sichwirthschaftlich beschäftigt zu haben. Er machte Erwerbungen,schloss Vergleiche, Alles zum Vortheile des ohnehin mächtigenLeininger Dynastenhauses. So erhielt er 1310 vom KönigHeinrich VII., Albrechts Nachfolger, der ihn hochschätzte, fürsich und seine Erben die Vergünstigung, dass (was zum Nach-theile der Leiningenschen Besitzungen öfter vorgekommensein mochte, wie aus ähnlichen hierauf bezüglichen frühemVergünstigungen ebenfalls hervorgeht) keine Reichsstadt

') Riezlor, Gesell, des Hauses Fürstenberg (Tübingen 1882), pag. 128.

-) Schannat, Hist. Episc. Wormat. p. 242; Lünig, Reichsarch. XXII. 383Diese Lohensverbindlichkoit entsprang vermuthlick aus dem 1203 durch BischofEberhard dem Grafen Friedrich, seinem Beschützer,' gegebenen 500 Pfd. Hellern.

a ) Reniling, Otterberger Urkundenbuch p. 290 u. 293; ,,In vigilia purifica-tionis Yirg. gloriose."