Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
84
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Schon früher, am I. Juli 1291, hatte er sich eidlich mitseiner Base Adelheid, verehelichten Gräfin von Sponheim,der Tochter seines Oheims Emich IV., zu Schutz und Trutzgegen Alle, ausgenommen gegen Kaiser und Reich, verbunden 1 ).

Als die Speyerer Bürger seinen Unterthanen zu MinfeldSchaden zugefügt hatten, verglich er sich am 28. October 13C6und verzichtete auf den Ersatz des Schadens 2 ). — Dagegenverzichteten zu seinen und seiner Gemahlin Anna Gunsten imJahre 1307 Graf Johann von Veldenz und seine GemahlinAgnes auf die Burg Guntheim 3 ); er hatte bereits am 29. Sep-tember 1305 seiner Schwiegertochter statt der ihr verschriebenenBurg Rietburg (Rüppburg, südwestlich von Edenkoben) dieseBurg Guntheim (bei Pfeddersheim) als Ersatz verheissen 4 ),und in demselben Jahre setzt, er seinen Sohn Jofried in dasDorf Dürkheim mit allen Gerechtsamen ein, wie es denn inder Familie überhaupt Herkommen war, dass man den Söhnenschon frühzeitig einen angemessenen Theil der Güter zu ihremUnterhalt und um sie an die Verwaltung derselben zu ge-wöhnen, übergab.

0 Adelheid war mit dem Grafen Johann I., dem Lahmen, von Sponheim-Kreuznach vermählt, welcher 1291 gestorben war. Sie spricht in dieser Uebcr-einhunft als AVittwc für sich und ihre Kinder, wie aus der Urkunde erhellt, auswelcher zugleich auch die Verwandtschaft hervorgeht: — „Nos Fricdcrieus comcsde Liningcn . . . recognoscimus . . . quod nos ,pna cum dilcctis nobis Aleyde,filia quondam Emichonis comitis de Ehlingen patrui nostri dilecti, comitissa deSponheim et ipsius liboris . . In derselben Urkundo nonnt er „Johanoom deBardecke et Symonem de Montfort milites castronses nostros."

-) Original im Speyerer Archiv. Auf der Bückseito: „F. comes do Lei-ningen, super dampno in Frickenfeld" und darunter von späterer Hand: „Munde-feldt. S. Hilgard, Urk. von Speyer, p. 186.

3 ) Au den Mittwochen nach s. Barnabentagc, in Baur, Hess Urk. H. 682.

4 ) Original in Darmstadt, s. Mone, Zeitschr. XX. 313. Es heisst darin:„Ich Agnese von Oohsenstein, des edelen Mannes Godefridus, graven Friedenchensunes von Liningen ingesigol, wann ich nüt eigenes ingcsiegcl han . .