schieden wurde, dass Adelheid mit einem Tb eile der BurgAltleiningen, der Ebernburg, den Ortschaften Bingart undFeil a. d. Nahe abgefunden wurde, Agnes aber gleichfalls miteinem Theilo von Altleiningen sammt Dörfern, Höfen und Gü-tern im Westrich 1 ). In demselben Jahre finden wir ihn am2. Dezember 1291 in einer zu Caub ausgestellten Urkunde 2 ).
Dass Friedrich IV. für die Erwählung Adolphs v. Nassauthätig gewesen sei, könnte man daraus schliessen, dass kurznachher der Pfalzgraf Ludwig bekennt, ihm, seinem Verwandten,für gehabte Kosten bei der Königswahl und andere Dienst-leistungen 200 Pfund Heller schuldig zu sein, die er ihm bisnächsten Georgentag zu bezahlen oder dafür 20 Pfund jährlichauf die Bete zu Heidelberg anzuweisen versprach 3 ). Wodurchdiese Kosten entstanden waren, ist — da sie nicht specifieiertwurden — nicht bekannt; sie rührten aber ohne Zweifel ledig-lich von durch die Umstände abgenöthigten Auslagen undLasten her; denn von einer wirklichen Bei hülfe zur Wahlkann man sie wohl nicht herleiten. Es spricht vielmehr Allesdafür, dass Friedrich noch immer unentwegt zu den mit ihmnahe verwandten Habsburgern gehalten habe. Er war einNeffe Albrechts L, von welchem er auch die ReichsfestenFalkenburg und Gutenburg zum Unterpfand hatte, (und diesist um so augenscheinlicher, da König Adolph ihn in Folgedessen von der Landvogtei in Speyer enthob 4 ). Dazu kommt,dass Graf Friedrich sich dem neuen Hofe so viel als thunlichfern hielt. Nur zweimal kommt er bei des Königs Anwesen-heit in Speyer, wo er den Besuch am nahen Hofe wohl kaum
0 Kremer, dipl. Beitr. p. 250 u. 256.
-) Im Archive zu Idstein, s. Jahrbuch des historischen Vereins des ßhciu-landes, pag. 70.
*) Wormacie, A. D. 1292, VII. Id. Nov.
*) Acta Acad. Theod. Palat. VII 213.