Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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Jahre 1291 verbündete er sich mit der verwittweten Gräfinvon Sponheim, der Tochter seines Oheims Emich IV. 1 ) inderen Streitigkeit mit ihrem Schwager, dem Grafen Eberhardvon Sponheim. Er wurde nebst Walram von Zweibrückendann auch zum Schiedsrichter gewählt und brachte im folgen-den Jahre einen Vergleich zwischen Beiden zu Stande 2 ). Be-reits am 15. Juli 1290 ertheilte Kaiser Rudolph dem GrafenFriedrich für dessen Ort Neustadt bei Dagsburg im Elsass dienämlichen Privilegien, wie sie die Stadt Hagenau genösse 8 ).Sodann genehmigt der Erzbischof Gerhard von Mainz, dassGraf Heinrich von Sponheim, anstatt des von dem KlosterPrüm bei Trier lehensrührigen Zehnten zu Albisheim, denihm eignen vierten Tlieil am Schlosse Bolanden dem GrafenFriedrich von Leiningen zum Afterlehn auftrage 4 ). An dem-selben Tage ermächtigt er hiezu den Grafen von Sponheimund dessen Ehefrau Kunigunde 5 ) und am Sonntage Invocavitwird mit Genehmigung Philipps von. Bolanden dieser Auftragvollzogen 6 ). In demselben Jahre einigte er sich mit demBischöfe von Speyer dahin, die zwischen ihnen ausgebrochenenStreitigkeiten durch Schiedsrichter entscheiden zu lassen 7 ) und zugleicher schiedsrichterlicher Entscheidung übergab er 1293 denStreit, welcher zwischen ihm und Emichs IV. Töchtern Agnesvon Nassau und Adelheid von Sponheim über die allodialeVerlassenschaft ihres Bruders Emich (mit welchem die Lan-deeker Linie erlosch) ausgebrochen war und der dahin ent-

Kremer, Dipl. Boitr. p. 247.

-) Daselbst, pag. 388.

:) ) Boehmer, Reg. Imp. nr. 1241.

4 ) Remling, Otterberger Urk. p. 189 nr. 247 (in die 1). Mathiae Apost.).

s ) Remling a. a. 0. p. 190 nr. 246.

6 ) Daselbst, p. 192 nr. 249.

7 ) Lünig Spie, saec. p. 382.