Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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mit seiner Genehmigung an den Cantor des Wormser Domesverkauft wird, nennt er sich gleichfalls Fridericus de Inningensenior und bezeichnet die Herren von Löwenstein als „vasallinostri." Am 14. Aug. 1293 bestätigt Fridericus senior seinemVasallen Petrus advocatus de Selsen einen Vergleich 1 ). AmTage vor Palmsonntag 1304 erhielt Friedrich der „Aeltere"von dem Limburger Abte Johannes die Burg Frankenstein zuLehen, die er sodann den vier Brüdern Falkenstein zu After-lehen gab 2 ). Und im August 1310 verordnet Heinrich VII.auf Bitten Friedrichs „des Alten" von Leiningen, dass dieReichsstädte dessen hörige Leute nicht aufnehmen sollen 3 ).Aus den Urkunden von 1304 und 1310 wird es recht deutlich,aber schon aus einer von 1301 zur völligen Gewissheit, dassunter der Bezeichnung des „Alten" eben Friedrich IV. undkein Anderer zu verstehen sei; er wird in ihnen ebenfalls„Fridericus senior" genannt, während doch sein älterer Bruderbereits todt war 4 ).

Wenden wir uns, nach Feststellung dieser Bezeichnung(welch letztere mehrfach Irrungen veranlasste) wieder FriedrichsHandlungen zu.

Im Jahre 1289 räumten die Brüder Gerhard und Philipp,Truchsessen von Alzei, ihre in dieser Stadt befindliche Burgden Leininger Grafen Friedrich IV. und Emicli (auf Landeck)als ein „Ledighaus" ein, huldigten denselben als „Ledigmännern"und gelobten ihnen, sammt ihren Bürgleuten als „Ledighelfer"Beistand gegen alle Widersacher, das Reich ausgenommen 5 ).

9 Aus dem Copialbuch des Wormser Domstiftes in Baur, Hess. Urlcunden-buch II. 482.

2 ) Widder, Beschreibung der Pfalz II. 213.

8 ) Lüuig, Reichsarchiv XXII, 383.

4 ) Schöpflin, Als. dipl. ur. 821.

*) Aus dem Lehmannschen Actennachlass in der Heidelberger Bibliothek,in Abschrift in dem Archive des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg.