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1 (1890)
Entstehung
Seite
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dos Grafen Adolph von Nassau 1 ). Weil indess die Leiningerfest zu dem ihnen verwandten Hause Habsburg hielten, daherdem Nassauer, als dieser gewählt wurde, nicht mehrgenehm sein konnten, so kam die Heirath nicht zu Stande.Er verlobte diese Tochter alsdann mit dem Sohne Heinrichsvon Geroldseck, dem Erben der Grafschaft Veldenz, mit welchemdie Dame auch im Jahre 1301 vermählt wurde. 2 )

In den Zeiten, als sein Sohn Friedrich V. schon „zuseinen Jahren gekommen" war, bezeichnete er sich (und wurdeauch in Documenten bezeichnet) zum Unterschiede von demSohne nicht selten als „der Alte", „der Aeltere" und „senior"So bekunden am 1. April 1287 Graf Friedrich von Leiningender „Alte", Eberhard und Walram von Zweibrücken und Ernichvon Leiningen, dass der Streit zwischen Bischof, Capitel undStadt Worms einerseits und Rudolf und Anselm von Drachen-fels, Rittern, andererseits, geschlichtet sei 3 ). In demselbenJahre, am 23. November 1287, nimmt ihn die Stadt Wormsals Burgmann und Schützer in ihre Dienste, gegen ein Jahrgeldvon 30 Mark kölnisch 4 ), und an demselben Tage verpflichteter sich zur Uebernahme des ihm angetragenen Amtes. Obgleichder Vater noch am Leben war, bann hiermit doch nurFriedrich IV. gemeint sein, da der Vater in seinem hohenAlter ein so beschwerliches Amt wohl nicht mehr übernehmenkonnte. In einer Urkunde vom 22. December 1292, worin einvon ihm den Herrn von Löwenstein zu Lehen gegebener Hof

') Die Ehepacten findet man bei Crollius, De Comit. Veldent. in den Act.Acad. Theod. Palat. IV. 351.

2 ) Nack Crollius 1. o. p. 353 ward ihr "Witthum auf die Burg Landsbergund auf die halbe Grafschaft Veldenz verschrieben.

a ) Boehmer, Pontes Rer. Germ. II. 236.

+ ) Schaab, Rheinischer Städtebund II, 64; Urkundenbuch der Stadt Worms(Berlin 1886) pag. 281.