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„universis sacerdotibus plebanis ac viceplebanis" in ihrerGrafschaft einen Schutzbrief ausgestellt. Friedrich, der Sohn,hatte damals noch kein eigenes Siegel, verspricht aber, sobalder ein eignes besässe, dies nachträglich anzuhängen. 1 ) Mitseinem Bruder Emieh zugleich linden wir ihn auch im Jahre1279, wie er als „Landrichter" einen Almendentausch aufrichtet,während sein Bruder, der „domicellus Emicho de Liningen"als Zeuge eintritt 2 ); noch 1282 erscheint er an der Spitze derZeugen unter der Urkunde Rudolphs I., worin dieser demHochstift Basel die Schenkung des Klosters zu Salzburg be-stätigt 3 ), und im Jahre vorher, am 20. Mai, unter einer Ur-kunde der Markgrafen Hermann VII. und Rudolph II. vonBaden, worin diese ihre Stadt Selz dem Bischöfe von Basel über-geben, und Hermann sie als Lehen empfängt. Graf Friedrichnennt darin beide seine „Oheime" 4 ).
Schliesslich kommt Friedrich noch einmal in einer Ur-kunde von 1287 vor, worin der Probst von Höningen und.Andere erklären, das unter Leiningischer Herrschaft gelegeneNonnenkloster Rosenthal (in welchem eine Tochter Emichs IV.als Nonne lebte) in Obrigheim sei von Friedrich dem Aelternvon jeder Bede befreit (VIII. Idus Januar 1287). Indess ist,theils wegen des hohen Alters Friedrichs III, theils weil die
wieder eingelöst gewesen war. Die Comthure der Bailei des Deutschordens zuCoblenz und Cöln veräusserten 1465 etliche Häuser, Höfe und Güter zu Uebers-heim dem Landgrafen B e s s o zu Leiningen, der mit seiner Gemahlin einen Schuld-brief darüber ausstellte.
') Datum in vigilia b. Johannis bapt, 1285.
-) Die Urkunde schliesst: — In testimonium premissorum litteris presenti-bus sigillum nostrum est appensum. Nos Friedericus, comesjunior de Leiningen,quam primum sigillum proprium habuerimus, hiis litteris apponi faciemus. Ausdem Copialbuche des Wormser Domstiftes, in Baur, Hess. Urk. II. 373.
a ) Mone, Zeitschr. für Oberrhein, I. 414.
4 1 Mone, a. a. 0. IV. 357.
5 ) Mone, a. a. 0. VI. 425.