gerens (Stellvertreter oder Statthalter) 1 ) machte ihn, wieschon oben angeführt, 1280 zum Burggrafen von Hagenau undhatte ihm und seinem Bruder Emich IV. bereits 1274 dieReichsburg Lindelbol (Lindelbolle, Lindenbronn 2 ) ver-liehen.
Eine grosse Bedeutung für das gesammte Haus hatte eineunter Friedrich III. getroffene, von ihm beantragte Verein-barung in Bezug auf etwaige Theiluugen, die, wenn auch deniibeln Folgen einer Gebietstheilung möglichst vorgebeugtwurde, doch im Laufe der Zeit immer wieder hervortraten.Es kam nämlich gleich nach Friedrichs Tode durch Vor-mittelung des Speyerer Bischofs Conrad (eines Grafen vonEberstein und Oheims der Grafen Friedrich und. Emich) imJahre 1237 eine Tlieilung, nicht des Grundbesitzes, son-dern der Gefälle und Einkünfte zu Stande, und diese giltfür die erste Nutztheilung im Hause Leiningen 3 ). Dar-bei erhielt Friedrich die Landgrafschaft mit der eigentlichenLeininger Grafschaft, ferner die Hartenburg mit den OrtschaftenDürkheim, St. Lambrecht, Bodenheim, Leystatt, Dolgesheim,desgleichen die Burg Grevenstein mit allem Zubehör. AlsHauptbedingung wurde festgesetzt, dass durch diese Theilungdurchaus keine Trennung der beiden Familien und des
dio Rheinebene, die Bergstrasse und die Heidelberger Berge bis zum Odenwald,und nach, rückwärts in das idylllische Leininger Thal hat.
') 1279 in vigilia b. Joannis baptistae. Monast. Palat. I. 374: „assig-nantes omnia bona in mauus Illustris Dni Frideriei comitis de Liningenjustitiarii generalis et vieem gerentis in partibus pro bono pacis DniRieb. Regis."
•) Senckenberg Medit. 328. datiert v. 1274, sexto Idus JVIaii, Hagenoe.
•') Lünig, Spicil. saeo. I. 381; Deduction des Leiningen - Dagsburg. Erb-folgerechts in Landgraf Hessonis Verlassenschaft n. I. p, 73; Rechtliche Aus-züge der Grafen zu Leiningen-Westerburg contra die Grafen zu Leiningen -Hartenburg, Landgraf Hessonis Verlassenschaft betreffend, n. I. p. 2.