Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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von Speyer aus den Strassburger Bürgern Sicherheit undSchutz für ihre Personen und Güter versprach, wenn sie in demStreite ihres Bischofs Berthold mit dem Grafen von Leiningensich neutral verhielten 1 ).

In der Urkunde, in welcher Friedrich der StrassburgerKirche seine Güter Wingen, Rothalben und Guntersblum zuLehen aufträgt, bezeichnet er die Gräfin Lucarde von Saar-brück als seine Grossmutter, — ein abermaliger Beweis,dass sein Vater Friedrich II. nicht der Sohn Friedrichs I. vonLeiningen, des Bruders dieser Gräfin Lucarde sein konnte,sondern der des Grafen Simon von Saarbrück; denn warGräfin Lucarde die Grossmutter Friedrichs III., so muss siedie Mutter Friedrichs II. gewesen sein. In dieser nämlichenUrkunde erwähnt Friedrich III. seinen Bruder Emich (ego etfrater meus Ernico), sowie den Propst Berthold von Aquilejaund Otto von Eberstein als seine Oheime von mütterlicherSeite (et avunculorum meorum Berthokli praepositi de Aquilejaet Ottonis de Eberstein), wonach denn auch seine MutterAgnes eine Gräfin von Eberstein war.

Schon frühzeitig erscheint er auch nachher in vielenUrkunden. So schlichtet er 1288 einen Streit zwischen dreiRittern von Lautersheim: Erfried, Hermann und Walter, überdas Präsentationsrecht zur dortigen Pfarrei 2 ). Im Jahre 1239übernimmt er eine Bürgschaft für den Wildgrafen Conrad 3 ),und bezeugt 1242 einen Vertrag zwischen dem ErzbischofSiegfried von Mainz und dem Wildgrafen, Raugrafen undGrafen Won Sponheim 4 ). Am 7. März 1269 zu Worms nahm

') Wencker, Apparat. Archiv, p. 161; Wiegand, Strassb. Urk. I. 19.

2 ) Acta sunt hec in villa Watdenheim anno gracie 1238, mense Maio,quarto die ejusdem mensis. Original (auf Perg., latein, Siegel fehlt) im Archivdes Gr. K. E. zu Leiningen-Westerburg.

3) Guden, I. 561. nr. 229.

*) Guden, I. 571. nr. 235.