von dem Bisthum Strasshurg herrührten, als ihm zufallendohne Weiteres hingenommen, der Bischof von Strasshurg aberfocht dies als Eigenmächtigkeit an und erklärte ihm den Krieg;da jedoch Kaiser Friedrich II., als Verwandter, auf FriedrichsSeite gegen den Bischof auftrat 1 ), so kam im Juni 1241 a )ein Vergleich zu Stande, in welchem beide Brüder auf Gir-baden, das Bruschthal und die Burg Ringelstcin verzichteten,dagegen die Grafschaft Dagsburg mit allem Zubehör, wie siefrüher Graf Simon besessen, Renchen und Anderes dem Lei-ninger Grafen zufielen 3 ), wodurch diese Burg dem Hause ge-sichert und die Macht des letzteren im Elsass begründet wurde.Die ihm von den Burgleuten vorenthaltene Burg Starkenburgward ihm im Jahre 1253 unter Bischof Gerhard von Mainzwieder zugesprochen 4 ).
Wie sehr dabei Kaiser Friedrich auf der Seite desLeiningers stand, erhellt z. B. daraus, dass er am 10. Juli 1237
*) Schoepflin, Als. ill. II. 491; Böhmer, Regesten p. 173.
2 ) Nach Schoepfliti 1. o. I. 383, oder, nach Mone, Zeitschrift für OberrhoinIY. 273, im Jahre 1241 (Lehmann hat das Jahr 1238).
:i ) Transaetio Bertholdi I. Episcopi Argentorati cum Friderico comite Lining.super comitatum Dagisburg an. 1239. — Berchtoldus D. Gr. episcopus Argent.universis . . . salutem in domino. Noverint universi quod orta discordia inter noset ecclesiam nostram ex una parte, et dilectnm consanguineum nostrum et varallumFridericum comitem de Liuingen ex altera, super feodo castri de Ragesh urg etquibusdam villis adjacentibus eidem castro cum munitione quadam in Grirbadencum vinea adjacente . . . Uebrigens wird auch in dieser Urkunde bestimmt aus-gesprochen, dass Simon von Dagsburg der Bruder Friedrichs III. war: „proutbonae memoriae Symundus frater suus .... dum vixit, a nobis tenebat in feodum. . . . concessimus eidem . . Von demselben Tage datirt ist Friedrichs Anti-graph, mit den Siegeln des Bischofs Conrad von Speyer, des Probstes B. vonAquileja u. seines Ebersteinischen Oheims, bei Lamey p. 3 u. in Laguille, Hist.d'Alsace. Preuves p. 38, in welch letzterem Werke aber in den Namen, nachfranzösischer Weise, viele Fehler vorkommen.
4 ) Guden, Cod. dipl. Mogunt. p. 633.