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vermählte sie sich 1223, starb aber kinderlos schon 1228 undvererbte auf Simon die Grafschaft Dagsburg oder dochden grossesten Theil derselben. Wirklich wurde Simon vondem Lehnsherrn, dem Bischof von Strassburg, auch damitbelehnt, und nannte sich von da an Graf von Dagsburg(Dagsburg, Dasborc, Symundus eomes de Dagesburch, in einerUrkunde von 1224, Simon comes de Dagsburg). 1 ) Es war diessein Name und Titel, er führte keinen andern und figurirte selbstauf seinem Grabsteine nur als solcher. Simon nahm die Güterseiner Gemahlin als deren Erbe an sich, hatte aber denKummer, sich durchHlohamWAspremont, Bischof von Metz,die Grafschaft Metz, die Herrschaften Turkestein und Hermsteinund die Villen Saarburg und Saaralben entrissen zu sehen. 2 )Da der Bischof von Strassburg als Lehnsherr ihn in seinemBesitze bestätigt hatte, so kann er selbst, wie öfter angenommenwird, mit diesem Bischöfe nicht in Fehde gerathen sein. Esgeschah erst nach seinem Tode, dass der Lehnsherr auf dievon ihm hinterlassend! Güter Anspruch machte, und so wares nicht dieser früh verstorbene Simon selbst 3 ,) der nach dem
und (Ins bosiiitigt auch die Urkunde vom Jalire 1239 in Schocpfliu Als. Dipl. T. 383,durch welche der über die Erbfolge in der Grafschaft Dagsburg mit dem Bis-thum Strassburg entstandene Streit zwischen dem Bischof Berthold I. undFriedrich I1J. verglichen worden ist. Hieraus ergiebt sich wohl auch der Grund,warum (nach der Urkunde in Wotickcr, Appar Archiv. Praesid. nr. 2. pag. tfil)Kaiser Friedrich in diesem Streite sich des Leiningenschen Grafen wider denBischof von St'assburg angenommen hat; es wirkte hier ohne Zweifel das ver-wandtschaftliche Verhältnis? mit, welches zwischen dem Kaiser und dem GrafenFriedlich bestand, denn die Mutter dos (Kaisers Friedl ich Barbarossa,Gräfin Agnes von Saarbrück, war die Grosstante Friedrichs II. von Lei-ningen, des Stifters des zweiten Leininger Geschlechts.
') Ausführliches über die Grafschaft Dagsburg findet man in: de Boauliou„Lc Comto de.Dagsbourg aujourd'hui Dabo ' 2. Edit. Paris, Lo Normant. 1858.
1) Tabouillet, ilist. de Metz, 11. 427 ff.
•') Achery Spicil. II. 637.