Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
46
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') B. Hertzog (Elsäss. Oliron. Bucli III. p. 27) nennt die Grafschaft Dags-burg die älteste Grafschait im Elsass.Nicht allein die Historie schreibt vor,sondern auch das Dagspurgisch Wappen erweiset, dass Lichtenberg vnd Dags-purg eines Geschlechts seind gewesen, eins vom Tag, das andere vom Liceht,vom Berg den Namen hernämend, dann sie beide den schwartzen Löwen führen;dass aber Tagsburg i och weiter überm Löwen das flandrische Lilienrad iühret,das ist erst hernach zukommen, als das Tagsburgisch Geschlecht auch Grafen inBlandem seind worden wie dann das gedacht Bad mit Lilien bestecket, eigent-lich dos Lands Flandern Wappens Gemark ist." In der Limburger Chronikfinden sich folgende Notizen:Die uralte Grafschaft Dagspurg liegt ain Breiss-thale, stösst an dio Herrschaft Ochsenstein, das Bisthum Strassburg, die GrafschaftLützelstein und Waselheim; ist viel davon an das Bisthum kommen." Im Jahro938 war Wolfgang, Graf von Dagspurc auf dem Turnier zu Magdeburg; 1080Graf Sigmund von Dagspurg auf dem Turniere zu Augsburg, und 1165 ErnfridtGraf von Dagspurg auf dem Turnier zu Cöln. Hugo, Graf zu Dagsburg vermähltmit Hedwig, Gräfin von Egisheim vnd Elsass. Daraus ist abzunehmen, dass dieDagsburger nicht wohl von den Egisheimern stammen können, weil sonst dieseHeirath nicht stattfinden konnte. Bruno Ilctzel, Graf von Dagspurg, warBischof von Strassburg und Toul (Tull) 1047, ist durch Kaiser Heinrich III. zumpäpstlichen Stuhle befördertes Leo IX. (f 1054). Friedlich, Graf zu Leiiiingen-Dagsburg hat 1140 mit der Stadt Obernohenheim Krieg geführt."

-) Hist. des Comtes de Champagne II. 26.

a ) Da sie von ihm erst nach einigen Jahren getrennt wurde, so konnte sienicht fiüher als 1223 zur dritten Ehe schreiten, am wenigsten mit Friedrich II.,dessen Frau zwar ebenfalls Gertrud hiess, der aber schon 1220 gestorben war,Thr Gemahl kann kein anderer gewesen sein, als Simon (Friedrich II. Sohn),

weder Friedrichs I. Gemahlin, noch viel weniger aber, wieebenfalls behauptet wurde, dessen Gemahlin in erster Ehegewesen sein kann. Sie war in Wirklichkeit die Tochter undErbin des letzten Grafen Albrcclit II. von Metz und Dagsburg 1 )und der Markgräfin Gertrud von Bälden. Zuerst vermählt mitdem Herzoge Theobald von Lothringen (welcher 1220 starb)und alsdann wegen zu naher Verwandtschaft, 2 ! nach Andernauch wegen Sterilität, geschieden von Theobald, Grafen vonChampagne, nachmaligem König von Navarra. 3 ) Mit Graf Simon