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Gräfin Lucarde vermählte sich in zweiter Ehe mit demGrafen Lothar von Wied.') Dies bestätigt eine Urkunde, worinGraf Lothar von Wied nebst seiner Gemahlin Lucarde demKloster Wadgass die Hälfte des Patronatrechts in Liestorf über-tragen. 2 ) In einer ebenfalls auf das Patronat in Liestorf (Lietz-dorf) bezüglichen Urkunde nennt sie sich selbst: „Lucardiscomitissa de Wide." In derselben Urkunde bezeichnet sie sichals die Mutter des Grafen Simon von Saarbrück, 3 ) wie dennin einer Urkunde wiederum Graf Simon III. von Saarbrückdie Gräfin Lucarde von Wied seine Mutter nennt 4 ) In der-selben Urkunde nennt Simon III. auch seine Gemahlin Laureta. —Im Jahre 1235 schenkt Lucarde der Limburger Kirche eineMonstranz. 5 )
An die Gräfin Lucarde knüpfen sich, wie aus dem Vorigenhervorgeht, drei alte hochangesehene Namen; sie war 1) eineGräfin von Leiningen, heirathete 2) den Grafen Simon II. vonSaarbrück, u. sodann 3) nach Simons Tode, im J. 1235 denGrafen Lothar von Wied, ohne freilich mit Letzterem Nach-kommenschaft zu erzielen.
') Nach der Hist. genealog. de la maison royale de France II. 1325.
-) "Reck, Gesch. der Häuser Isenburg, Runckel und "Wied p. 63: — ,,EgoLuterus comos de Wide et dilecta collateralis mea Lucardis — per manum Si-monis comitis de Sarbrucken dimidiam partem patronatus eoclesie in Liestorffabbati de Wadegozingen — contradidimus.
*) Ego Lucardis, mater Simonis comitis de Liningen.
*) Ego Simon comes Saraepont. et dileota mater mea Lucardis comitissa in W ide.
5 ) Original im Limburger Archiv: Lucardis comitissa Saraepontana eccle-siae Limburgensi mansum unum in Croieho donat. — Lucardis comitissa deSarebrugen significamus quod nos una cum sororibus nostris Alveradeqnondam comitissa de Oleberc, et Elysa quondam etiam comitissa do Nassowe.— Das an dieser Urkunde hängende Siegel der Gräfin Lucarde von Saarbrückenenthält eine in der rechten Hand eine Blume haltende stehende Dame mit derallein noch lesbaren Inschrift „comitissa de Wide." Es dient dies zur Bestäti-gung der zweiten Ehe der Lucarde mit dem Grafen Lothar von Wied. Vergl. auchCrollii Orig. Bipont.. p. 212 u 217; Kremer Orig. Nassoic. II. 274, u. I. 191. Anm. 5.