solche aber von den Herzogen des rheinischen Frankens, her-nach von den Pfalzgrafen hei Rhein, zu Lehn getragen haben. 1 )Wie gross nun gegen Ende des zwölften Jahrhundertsdiese seihständige Grafschaft Leiningen war, lässt sich aus derGrenze derselben schliessen, die 2 ) Mannheim gegenüber ihrenAnfang nahm und sich über Oggersheim und Erpolzheim andie Isenach zog, welche damals, wie auch hei dem ehemaligenWorms- und Speyergau, die Scheidelinie bildete, bis zu ihremUrsprünge. Von da wandte sich die Grenzlinie an der Grenzeder Wattenheimer Waldregion und des Stumpfwaldes anHattenheim vorbei über die Eisbach nach Ebertsheim und daweiter über Lautersheim und Biedesheim auf Einselthumjenseits der Pfrimm, von da nach Oberflörsheim, Westhofen,Bechtheim, Mettenheim und über Frettenheim, Bibelnheim,Hillesheim, Dolgesheim und Guntersblum wieder an den Rheinhei Dienheim. Innerhalb dieser Grenzen lagen viele Städteund Dörfer, unter andern auch das Domstift Worms, dessensämmtliche Ortschaften (mit Ausnahme der Stadt Worms),auch der Decanat Landstuhl und das Reichsland um Kaisers-lautern, gegen Ende des zwölften Jahrhunderts zu der Graf-schaft Leiningen gehörten. 3 )
1 ) S. Leiningen-Hartonburg'scko Gründliche Deduction etc., Beilage Nr. VT.
2 ) Ich folge hier der Auskunft, welche der gründliche Kenner derselben,Pfarrer Lehmann, gegeben hat.
:l ) Es war diese Angabo nothwondig, um sich bei den spätem häufigenTheilungen, Vertauschungen und Verpfändungen, bei denen wir auch die in demGebiete liegenden Ortschaften kennen lernen werden, orientieren zu können. Dassauch Güter der Bisthümer Worms und Strassburg im Leininger Gebiete lagen,erhellt z. B. aus einem im Jahre 1157 angestellten Gütertausch zwischen demDomeapitel zu Worms und der Äbtissin zu St. Stephan zu Strassburg, worinbemerkt wird, die Güter lägen in comitatu comitis Emichonis de Liningen, inGimbsheim, Damdürkheim. Dienheim und Vervonsheim. S. Würdtwein,Subsid. nova VII. 193.