Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Erstes Grafenhaus Leiningen.

Das Alter des erlauchten Hauses Leiningen verliert sich,wie das aller noch existierenden Dynastengeschlechter, imDunkel der Vorzeit), und wird, gleich dem der übrigen, auchwohl nicht mit Sicherheit ermittelt werden können. Immerhinaber kann es bis auf wenigstens acht Jahrhunderte, ja miteiner an Gewissheit grenzenden Wahrscheinlichkeit auf mehrals tausend Jahre seines Bestehens zurückblicken, und zwarmit der Ueberzeugung, dass schon zu der Zeit, wo die Familiein der urkundlich beglaubigten Geschichte auftritt, dieselbe zudem edelsten und vornehmsten, zu dem wirklichen hohen Dy-nastenadel gezählt wurde, reich begütert war, und dass ihreMitglieder schon damals zu den reichst!nrnittelbaren regierendenGrafen gehörten.

Die Leiningensehen Besitzungen lagen hauptsächlich imWormsgau. Zur Zeit, wo die Gau Verfassung (im zwölftenJahrhundert) sich auflöste, zerfiel dieser grosse Gau in mehrereGrafschalten, wovon die Grafen von Leiningen eine der grosse-sten mit den dazu gehörigen drei Landgerichten 1 ) besessen,

') Das erste auf dem Stallmhel zwischen Worms und Frankentbal, das zweiteauf dem Koldenberg bei Wachenffieim an der Pfrimm und das dritte auf demStamp bei Stauff, an dem Stollen genannt. S. Widder, Beschreibung der Pfalz.HI. 154.

Brinckmeior, Leiningen. ]