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1 (1890)
Entstehung
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Schon früh übten die Grafen von Leiningen in diesenGebieten ein durch die Kaiser und Herzoge ihnen übertragenesHoheitsrecht, nämlich das Geleite 1 ) und da sie dieses späterauch von Kurpfalz zu Lehn empfingen, so lässt sich aus denLehenbriefen erkennen, wie ausgedehnt die Macht und derBesitz der Grafen waren.

Vielfache Hypothesen sind über den Ursprung des NamensLeiningen" aufgestellt worden. So leitete man denselben voncomites limenses, Grenzgrafen 2 ) her, weil die alte Grafschaftan den Grenzen des Worms- und Speyergaues gelegen gewesensei; ein Anderer meint, die Landschaft habe früher comitatusligniensis, Waldgrafschaft, geheissen, wegen des Reichthums anWäldern in derselben; ein dritter, der gegen Ende des vorigenJahrhunderts lebende 1 ei ningen-westerburgische Arcliivrath

') Die unter das gräfliche Geleit gestellten Wege waren : Die Strass unddas Geleytc von Oppenheim an der stat, vnd drey Schnede vnd drey Fussein dem Rice zu Oppenheim an bis gen Spier in dem Hasonpful, vnc^ von demHaseupful get unser goleit wider an bis gen Dorinkeim (Dürkheim) vnd vonDonnkeim an bis an das brücke by Lutern (Lautern), vnd von Wormbso an fürHuchelheim her die recht Strasse bis gen Dorinkeim vnd von Oppenheim an dierecht Strasse heruss bis gen Spisheim an die Locher, vnd von Spisheim die rechtStrasse, bis oft' den Stamp, do unser Lantgericht ist, vnd von demselbenLantgerioht an bis an die Esolfortc bei .Lutern, da geet dieselbe vnser geleite vss."(Dies Geleit rührte vom Reiche her.)Item, das Geleite von der Pfaltzewegen, von Wormase an die recht. Strassen for den Nuwcn Liningen (Neu-Lei-ningen, gegenwärtig im Besitze des Grafen Karl Emich zu Leiningen -Wester-burg), hin, den holen Weg oft vnd von Siokenhusen, vss, vnd vber den Schörle-berg jnne bis an die Eselsforte. Item die Strasse vnd das Geleide von Dorink-heim an die Strasse her jnne die man nennt die Heerstrasse (längs des Gebirgesan Grünstadt vorbei), bis vber die Prvme, vnd den Berg vss bis für die Locher,die vff demselben Berge stoet."

-) Lohmann. Chron. Spirense, Buch IV, Cap. 7. 254h.

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