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1 (1890)
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IX
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IX

Westerburger Geschichte eine vortreffliche Vorarbeit, die hand-schriftliehe Chronik des Archivraths Knoch von 1762 benutzen,die auch mir zur Verfügung stand, und hat sich durch denwörtlichen Abdruck zahlreicher Westerburger Urkunden eingrosses Verdienst erworben, ebenso durch die Schilderung derihm genau bekannten territorialen Verhältnisse. Er be-handelt indess meist nur die unmittelbaren Nachfolgerin der Regierung, und berücksichtigt z. B. die Geschwister inder Regel nur da, wo sie in die Geschichte selbstständig ein-greifen. In der hier vorliegenden Arbeit aber kam es daraufan, ohne Unterschied alle Sprossen dieser erlauchten Familienzu ermitteln und Geburts-, Vermählungs- und Todesdaten dereinzelnen Glieder nebst deren Gemahlinnen, so Aveit es möglichwar, aufzuführen, sowie die von den Einzelnen bekanntenHandlungen und Lebensstellungen anzugeben. Aus dieser ge-naueren Feststellung der Allianccn ergiebt sich, dass die HäuserLeiningen und Leiningen-Westerburg mit Kaisern und Königenblutsverwandt waren und noch jetzt mit fast allen europäischenRegentenfamilien in Verwandtschaft stehen.

Die Mutter Kaiser Friedrich Barbarossas, Gräfin Agnesvon Saarbrücken, war die Grosstante Graf [Friedrichs II. vonLeiningen (j- 1237), und Kaiser Rudolf von Habsburg nanntedie Leininger mit Recht seinedilccti consanguinei," da GrafFriedrich IV. von Leiningen (f 1316) durch seine Mutter,Gräfin Adelheid von Kyburg, Geschwisterkind mit KaiserRudolf war.

Die 1818 verstorbene, mit Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt vermählte Gräfin M. Luise A. von Leiningen-Heides-licim, ist eine Stammmutter der Häuser Preussen, Hannover.Hessen-Darmstadt, Mecklenburg-Strelitz, Sachsen-Hildburg-hausen, Thum und Taxis, Bayern und Leuchtenberg; eineihrer Enkelinnen war die von ihr erzogene edle Königin Luisevon Preussen, die Mutter des hochseligen deutschen Kaisers