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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
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dem Eislebisch- und Alansfeldischen ganz abgesondert gewesen, welches Ihr. Anrfürstl.Durchl. und den Herrn Grafen zu Alansfeld darbet versirenden hohen Interessezum großen Nachtheil man liegen und wiederum eadue werden lassen, so ich aberdurch Gottes Gnade auf meine Rosten hinwieder zu erheben und anbauen zu lassen,auch dadurch Ihr. Aurfürstl. Durchl. daran habendes Interesse wegen des Zehentszu befördern bei mir beschlossen: Als will ich zu (iontentirun^ obberührter Alans-feldischen Schulden, die ich zu fordern und sich in die 32 000 fl. an Kapital undInteresse erstrecken, das ietzo eadue liegende Bergwerk in Amt Lein- und Alo-rungen vorgeschlagen und darneben unterthänigst gebeten haben, Ew. Aurfürstl.Durchl. wollen mir zum Anbau solch Bergwerk einräumen zu lassen gnädigstgeruhen und verwilligen, daß ich und meine Erben dasselbe, jedoch Dero darbciversireuden hohen Zehent - Interesse unbeschadet, bis ich wegen vor öfters an-geführten Gräfl. Alansfeldischen Schuld und was ich auf den Anbau wendenwerde, gänzlich befriediget, innehaben und gebrauchen möge, welchen ich dann,weiln der Herrn Grafen zu Alansfeld Schuldlast nicht allein hierdurch erleichtert,sondern auch Ihr. Aurfürstl. Durchl. Einkommen vermehret und ich immittelstnach und nach meine Befriedigung erlange, desto eher gnädigst zu deleriren ver-hoffe. So ich mit untertänigsten Diensten gehorsamst zu erwidern, bin ich's Pflichtschuldigstermaßen stets bereit. Datum Neu Haus, den <1- ^-prilis anno fSöst.

Ew. Aurfürstl. Durchl. unterthänigst- und pflichtschuldigster Diener

ErnK Alvrcrvt von Eversten».

Nr. 129. Schreiben des Aeldmarfchall's v. Kverstein v. 3t). Juki IKKll.

Durchlauchtigster Aurfürst und Herr :c.

Ew. Aurfürstl. Durchl. wird annoch in gnädigstem Andenken sein, daß ichsub (lato den st Iprilis laufenden Jahres unterthänigst supplieirend eingekommenund gebeten, daß mir der Anbau des in denen ietzo wiederkäuflich inhabendenAmtern Leinungen und Worringen befindlichen Bergwerks zu Erhaltungmeiner bei den Herrn Grafen zu Alansfeld habenden Schuldpost gnädigst möchteverstattet werden: So befinde ich nun, daß auf erhaltenes gnädigstes monitorinmDero Rath, Aammerherr und Oberaufseher der Grafschaft Alansfeld Herr ErnstHriedemann von Selmnitz auf mein unterthänigst Anhalten seinen unterthänigstenBericht eingeschicket und in demselben meine liquide Posten, als der s3 q- fl., dieauf den Rentgeldern haften, und 7000 fl. nach dem pudlioirten AlansfcldischenHaupt- und Läuterungs - Artheil an (lapital vor richtig eingeräumet, dahero dannauch solche abzuzahlen allerdings auf Alittel und Wege zu denken; aber daß erdarvor halten wolle, es sei mir dieses wegen der Anbau des Leinungischen undAlorungischen Bergwerks, bis zuvor der Rath zu Leipzig und die Gewerkschaftdes Alansfeldischen und Eislebischen Bergwerks hierüber vernommen, nicht zu ver-statten. Dasselbe wird wohl nicht es zu hintertreiben beständig genug sein, danns) was den Rath zu Leipzig anbelanget, so ist notoriuiu, wie derselbe einig undallein auf das Eislebische und Alansfeldische Bergwerk seine adseenratiou er-langet, von welchen» aber 2) das Leinungische und Alorungische Bergwerk, weiles außer gemeldten Grenzen gelegen, gänzlich abgesondert und also mit demselbennicht zu eontundiren, noch die Lontraete, welche die Herrn Leipziger dessent-wegen getroffen, auf dieses zuziehen, daß hierdurch sie einige jus erlanget unddardurch den gesuchten Anbau verhindern könnten, zumal 3) weil wie jedem vorAugen stehet, sie selbst den Anbau des Hauptwerkes verlassen, nachdem sie den-jenigen Vorrath, so noch über der Erde gewesen, nicht ohne großen Gewinnst, dersich seiter dem frieden weit über hundert Tausend Thaler, wann genaue Nachfrageman hielte, belaufen würde, davon getragen, wordurch mir und anderen Kreditorenzun» Besten das Bergwerk wohl hätten anbauen und die Stollen in» stände er-halten, damit es einen Rentfl. tragen können, uf diese Weise es nimmermehrkommen wird, weil man das private interesse vorgesetzet. Daraus abzunehmen,