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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
Entstehung
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Am 18. Febr. 1687 aufm Neuen Hause im Vorhofe etwas gebrannt. — Den27. Okt. das neue Rad au der Hütten mit dem Drehlinge gehangen, daß nunmehro2 Feuer gehen. — Den 27. Nov. 1687 abgelesen, daß Graf Johann Albrecht vonMansfeld von der katholischen Religion abgefallen.

Den 16. Januar 1688 „die beiden Feuer in der Kupferhütte (zu L.) an-gangen, hat aber keinen stetigen Fortgang haben können, sonderlichen bei kaltem unddürrem Wetter."

Am 1. Sept. 1689 wurde von der Kanzel zu Leinungen verkündigt, daß Ihr.Hochwürden jüngstes Töchterlein verstorben (14 Tage Trauerläuten). — ImNov. 1689 Ihr. Hochwürden lüsuk. Kolben das Gehöfische Gut verpachtet.

Den 26. Juni 1690 Groß-Wasser von Lcngefeld herein, daß es den Kohl-garten überschwemmt und die meisten Wiesen nacher Drebsdorf hinunter und so tiefeGräben gerissen, so bei Menschen Gedenken nicht geschehen.

Den 60. Dez. 1691 ist ein Zigeuner ausgestäupt worden bis an den Raserainnacher Hainrodc. Hat 40 Streiche bekommen, darum, daß er zu Morungen bei Rüdigerndes Nacht eingebrochen und die Pferde entführen wollen. Es sind ihrer mehr gewesen,so aber entlaufen. IW. Es sind wegen des Gefangenen die Urthelsgcbühreu, Botenlohn,Scharfrichterslohn und was dabei vorgefallen, von den Amtsunterthanen oum pro-töskutiollö gezahlt worden.

1692 den 17. bis 19. Juni sind in Leinungen wieder große Wasser gewesen,sogar daß es hinten zu meiner Gartenthür und zum Thore hereingekommen, daß keinVieh hat herinnen bleiben können und das Wasser bis unter die Armen einem hoch imHofe gestanden zc., so meist alles von Lengefeld kommen, von Hainrode und Morungenaber sehr wenig. Den 27. u. 28. siel das große Wasser wieder. — Im Juni 1692wurde das alte Brauhaus eingerissen, und das neue am 4. u. 5. Aug. gerichtet. —Den 16. Sept. 1693 die Huldigung, so von dem zc. Geh. Rath und OberaufseherFriedrich v. Kospoth nebest Beruhard Zechen, Hof- und Justitien-Rath von Dresden,(eingenommen), worbei öubskiwt zc. Sticgleder, Rcntmeister Krieger u. Amtschr. Koch,so hinwiederum unten in der großen Stube das Fenster ausgehoben, worvor die HerrenAbgesandten gestanden. Da uns dann von dem zc. Geh. Rath die Illwpositimi undvon zc. Kochen der Eid vorgelesen worden. —- Im Sept. 1692 der Weizen 19 Gr.,Korn 17 Gr., Haber 5 Gr., Gerste 10 Gr., Rübesamen 28 u. 30 Gr., Bier 7 Pf.

1693 den 19. Mai der Dekan Emmerling verschieden. — Den 19., 20. u.21. Juli die neue Mühle zu Drebsdorf gerichtet; deu 27. u. 28. die zu Horla. —-Den 25. Aug. 1693 sind große Heuschrecken um Jena ankommen, so alles hinweggefressen. — Den 7. Sept. 1693 auf der Kanzel verkündiget, daß Wilhelm Ernstv. Ebcrstein gestorben, dahero das Saitcnspiel eingestellt, aber in der Kirche nicht, undist 4 Wochen hingcläutet worden.

1694 den 25. Febr. ist Herr Dekan Müller iuvöstürkt worden. —- Den27. April l694 Ihr. kurfürstl. Durchl. zu Sachsen (Joh. Georg IV.) verschieden;den 6. Mai Ihr. kurfürstl. Durchl. zu Sachsen zum ersteu Male hiugeläutct und vonden Unterthanen verrichtet werden müssen, so vor diesem ganz nicht geschehen, sondernder Schuldiener verrichten müssen. Den 5. Juli das kurfürstl. Leichbegängnis, wievormals erwähnt, hinwiederum so gehalten worden. —- Den 16. Aug. 1694 zwei er-mordete Juden vom Hirten zu Horla diesseits der Horlhainischen Wiesen am Hain-röder Fußstiege gefunden. Die Mörder, der alte Berger und sein Sohn aus Drebs-dorf, wurden am 17. Sept. dein Leinunger Gerichte überliefert. Der Vater ist den3. Nov. zur Tortur (Spanische Stiefeln) kommen, da er dann gestanden, und als-dann auch der Sohn, worauf beide am 30. Nov. justifizirct, als der Alte von oben ge-rädert und dem Sohne der Kopf abgeschlagen und beide auf die Rade gelegt.

1696 den 12. Januar starb Christian Philipp in einem Alter von 66 Jahrenund seine Aufzeichnungen wurden nun von seinem 3. Sohne fortgesetzt.

1696 den 9. Aug. sind die beiden Brüder von der Asseburg uacher Brückengefahren zu dem von Werthern. Und als sie wicderuin heimgefahren, hat der Kutscher

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