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die Pferde nicht können erhalten, ist der Knecht zum ersten herunter gesprungen. Alsaber die Herren gesehen, daß es nicht wohl dürfte ablaufen und der Kutscher selbstgesagt, daß er die Pferde nicht könnte erhalten, sie sollten herunter springen, ist derälteste Bruder zum ersten herunter gefallen und das Rad das eine Bein morsch entzweigestoßen; der jüngste Junker Johann auch herunter gefallen und das Nad über denKopf gegangen, so aber sofort liegen geblieben, die Pferde aber nach diesem alsofortstehen geblieben und die Diener diesen jüngsten alsofort auf die Chaisen geladen lindwiederum nacher Wallhausen gefahren und gleich verschieden. Den 19. Aug. 1090ist der älteste Bruder Friedrich von der Asseburg, welchem das Rad das Beinentzwei gefahren, gestorben.
1698 den 25. Aug. ist ein solch stark liebes Wetter gewesen, des Abends um9 Uhr, so von Brücken und Wallhauscn den Strich auf dem Berge an Wiehaus (?)Hügel nacher Sangerhansen durch die Kalbsnasen auf Lengcfeld den Hafer durch dieSchloßen ausgeschmissen; auch mir Endcsbenannten selbst 12 Acker betroffen, so über-aus schön gestanden, nicht das aller geringste genießen können. U. lRMpp.H — 1698hat der Roggen Nordhäusisch Maß 22 Gr., der Weizen 1 Thlr. 3 Gr., die Gerste15 bis 16 Gr., der Hafer 11 Gr., bis in die Ernte hat der Roggen wieder 16 Gr.gegolten.
1699 den 26. Febr. ist das Dankfest, als der Friede mit dem Türken ge-schlo sse n worden, in der Grafschaft Mansfeld gehalten. — 1699 hat der Roggen 26 Gr.,der Weizen 28 Gr., die Gerste 16 Gr., der Hafer 9 Gr. gegolten. Wäre wegender großen Abführe wohl theurer geworden, so nacher Nordhauscn gefahren, indemSe. Königl. Majestät in Polen u. Kurfürst!. Durch!, zu Sachsen ein Mandat ange-schlagen, daß das Getreide nicht ans dem Lande sollte gefahren werden, dahero niemandnacher Nordhausen mehr durfte passiret werden. -— 1699 ist Martin Lorenz von Horlnin Sangerhausen gewesen. Als er aber wieder nacher Hause, ist er durch einen Mus-ketier, so in Sangerhausen im Quartier gelegen, verfolget und bei der Engelsburgtodt geschaffen worden, ausgezogen bis auf das Hemde und in einem Steinhaufen ver-scharret. Gleich aber nach der That des andern Tages hat ein Bürger von Sanger-hausen Steine wollen holen, ist er gefunden worden. Weil ein Kaufherr von Sanger-hausen in der Engelsburg gewesen, hat ihm zuerst der Entleibete begegnet und alsobaldder Soldat mit der Flinte, darauf alsdann der Schuß geschehen, ist gleich Muthmaßenauf den Soldaten und in VerHaft genommen worden, welcher von Sangerhanscn nacherder Naumburg in die Stabswache abgcholet und bei Wulbcrode auf das Rad gelegtworden.
1703 den 31. Januar ist Ihr. Hochwürden der Dhumherre zu GeHofen ge-storben des Nachmittags zwischen 2 u. 3 Uhr.
Bei der Zober-Brüderschaft des 1704. Jahres haben die Schwestern zweizusammen einen Kuchen gebacken. Diejenigen Schwestern, so keinen gebacken, hat einejede 6 Pf. zu Bicre gegeben, müssen aber übers Jahr ihre Kuchen auch zwei zusammeneinen backen, und die andern Schwestern, so ihre Kuchen gebacken, müssen gleichfallsihre 6 Pf. zum Biere geben.
1710 den 23. Febr. ist der Pfarrer von Questenberg in der Nacht aus derPfarre gelaufen, haben alle die Hölzer durchsuchet und ihn nicht finden können. Daraufein Schäfer von Groß-Leinungcn ihme auf der Wipperischcn Haide angetroffen undnacher Wippera allda in die Schenke gebracht und bewacht. Hat nichts am Leibe alsein Kamisol, welches zerrissen, die Hosen gleichfalls, und eine weiße Schlafmütze. Den5. April ist er gefunden worden. — 1710 den 6. Febr. ist eine junge Weibespcrsontodtgeschlagen, haben die Spuren auf dem Schnee, daß ein Kerl mit ihr den Kirchberghinauf gegangen und über das Porstenthal bei Kanzler's Wiesen in dem Flurwege er-
1) Ist entweder der 3. Sohn des Kornschreibers Chr. Philipp: Hartmnnn (geb. 21. Okt. 1655),oder der 5. Sohn Heinrich Christoph (geb. 16. Januar 1671).