Druckschrift 
Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
Entstehung
Seite
165
Einzelbild herunterladen
 

— 165 —

mit Wicsenwachs und dorm, stoßenden Holzfleckcn gelegen und umschlossen, in guteObacht und Verwahrung nehme zc., daß auch die Mästung zc. ghnc meine absonder-liche Verwilligung ufgelesen und „gesamblet" werden möchte zc. Nberdieses soll er auchfür allen Dingen fleißig in acht nehmen die allhier des Amts Morungen und Leinungcnbefindende Grenze und darzu gehöriges Schießen und Jagen, wie solches anitzo znbefinden zc., daß im geringsten hieran kein Eingriff gethan zc. werde zc., und sonderlichfleißig sein in, Schießen, dem Wild täglich mit Fleiß nachgchn und dasselbe mir odermeinen Bedienten ins Amt anhcro und zu meiner Küchen einliefern zc. zc.

Zn meiner und seiner Versicherung nun habe ich solche Bestallung durch meinenAmtmann ufsetzen, ins Amts-Protokoll bringen und den, Förster eine beglaubtc Abschriftunter meiner Hand und adeligen angeborenen Petschaft wohlwissentlich ausantwortcnlassen. So geschehen den 15. Aug. 1655.

Michael Hühnerbeincn ist gleichcrgcstalt die Bestallung ausgefertiget worden zc.

Nr. 70. „Wrauer-Aeflassmtg. ^etum de« 5. September ao. 1655" (Amts- zc.Buch v. 1654, Bl. 193).

Uf Befehl Ihr. Ercell. des Herrn Gsnral-Feldmarschalchlieutcnants zc., alsmeines großgünstigcn, gebietenden Gerichtshcrrns, ist amtswcgen heutgesctztcn DatoMichael Francke zum Brauer bestellet zc. worden, und zwar zc. also! daß er alledie Gerste zu den, Brauen einschütten, zu rechter Zeit dörren, mahlen und verbraucn,auch das gebrauste Bier bis in die Keller zur Verwahrung Anschaffen und füllensoll zc.; auch das Braugefäße zc. in gute Acht haben zc.

„Amt conti'. Vorsteher akkhier. zlctu», den 16. 3u»ij no. 1656"

(Lcinungisch. Amts- zc. Buch v. 1654, Bl. 351.)

wird gerügct, wie daß sie vergangen Pfingst-Dicnstag Bier von Hninrodc geholet, da doch Bierin der Schenke gewesen wäre. Nvi: Würde nicht am Dienstage, sondern die Mittwoche hernachgewesen, als sie gcmeinwerket hätten, hätten sie eine halbe Tonne Bier zu Hainrode zwar gc>holet, aber sie hätten sich doch zuvor bei dem Amte angeben, wäre aber niemand damals vorhandengewesen, verhofften, es würde ihnen solches nicht zugemessen werden. Amt.: Sie hätten der Schenkenicht vorbei gehen sollen, sintemal» Bier darinnen gewesen wäre. Lei: Die Schenke wäre zugewesenund hätten niemand darinnen antreffen können, bäten, ihnen uf diesmal zu verzeihen, sollte nichtmehr geschehen, zumal sie sich gerne angegeben, wenn nur jemand wäre vorhanden gewesen. Ufnahme:Soll bis zu Ihr. Lxeell. Wiedcranherokunft und derer äeeisian versparct werden. L.et. ub sux.

Leinuttger Braugerechtigkeit, zlctum den 13. Wov. 1655. NachdemeIhr UxecUsn? der Herr Aöimrul-Feldm., als unser großg. gebietender Gcrichtshcrr, derGemeinde zu Leinungcn durch den Amtschrcibcr anbefehlen lassen, daß sie wegen ihrerBraugerechtigkeit halben sowohlcn die Ori^inalia, produzircn, als beglaubtc Abschrift zurNachricht dem Amte einliefern sollten. Als seindt heute Dato die sämtl. Vorsteherund Bauherrn erschienen und zufolge desselben sowohl Abschrift hiervon eingeliefert,als auch die Ori^inalia. gebührendermaßen produziret. Und haben die eingeschicktenAbschriften, welche der Amtschrcibcr mit den Ori^inalien collationiret, gleichlautendeübcreingctroffen, welche dem, auch zur Nachricht anhero ins Amts-Protokoll (Bl. 233 ff.)geheftet worden. So geschehen wie oben.

Nr. 71. I. Wergteich <1. <t. Kisteöen den 15. Januar 1562.

Hans George und Peter Ernst, Gebrüdcre, Grafen und Herren zu ManSfcld zc.Lieben Getreuen! Des Wohlgeborncn unscrs jungen Vettern Grafen Bruuo's zu MansfcldVormunden haben ai, Uns gelangen lassen, was ihr ctzlicher Neuerung und Beschwerung,die euch eures Braucns uud Bierverkäufcns halb von Unseren, Schösscr zu Mo-rungen begegnen sollen, an sie geklagct, neben eurer Bitte, euch in den, bei alter her-gebrachter Gerechtigkeit, wie vor Alters gnädiglichen bleiben zu lassen, und uf dasselbeeuer Bitten um Antwort bei Uns angehalten. Diewcil ihr euch dam, zu berichten,daß ihr hiervon bcmeldts euers Braucns halber gleichcrgcstalt auch Ansuchung bei Uns