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verglichen. Es ist auch dieses Mal einer von RoStorff mit dem Herzoge ans den Reichstag genFrankfurt gezogen. Endlich ist Herzog Otto von Moringen gen Münden und also dennächsten Weg auf Frankfurt verreiset."
Die Vorfahren des 1367 vorkommenden Ludwig von Roßdorf besaßen alsodas Schloß Moringen bei Eimbcck bereits 1252, um welche Zeit Bnrchard vonMorungen Besitzer der Burg Morungen bei Sangcrhausen war.
Im Jahre 1320 besaß Morungen Landgraf Friedrich (mit der gebissenenWange) und 1326 hatte es dessen Sohn, Friedrich der Ernsthafte, innc.
Hieraus crgicbt sich, daß die alten Herren von Morungen bei den steten Kriegenund Fehden in diesen Gegenden zu Anfang des 14. Jahrh. aus dein Besitze der Herr-schaft Morungen gekommen sind; wenigstens wareil lim diese Zeit viele Pcrtincnziendavon abgerissen worden und an andere Familien übergegangen. Die Herrenv. Morungen hatten jedoch noch bis ins 15. und 16. Jahrh. in der Nähe vonMorungen (bei Qucstenbcrg und Sangcrhausen) verschiedene Besitzungen als thüringischeLehen inne. Ebenso hatten sie sich die geistlichen Lehen über die Kirche zu Lcinungcnbis zum Jahre 1442 erhalten, indem am Mittwoch unser lieben Frauen Tag nssnmp-tüoiiis Bnsso von Morungen, Ritter, Friedrich, Hans und Eckcbrecht vonMorungen Gebrüder, wohnhaftig zu Pißenrode (Biesenroda, zw. Mansfeld undWippra), als Lchnherrn der Kirche zu Groß - Leinungen einen Altar und eineVikarci stiften. In der darüber ausgefertigten Urkunde nennt der damalige Pfarrer zuLeinungcn den Bnsso v. Morungen seinen Herrn und Junker; die Kirche zu Groß-Leinungcn nennen diese v. Morungen ihre Pfarrkirche lind dotiren den Altar und diegestiftete Vikarci mit zwei freien Höfen daselbst, einen gelegen am Kirchhofe vor demBackhause, der andere im Dorfe. Außerdem setzten sie 21 Gulden jährl. Zins aus für„den, der Vianrin« ist." Dieser sollte 3 Messen für sie, ihre Vorfahren und Erbenlesen. Übrigens sind die v. Mornngen erst in der Mitte des vorigen Jahrh. aus-gestorben. Wolf v. Morungen war bei der am 12. Juni 1605 zu Gestosen statt-gehabten Taufe des nachherigen Feldmarschalls E. A. v. Eberstein zugegen.
Jnmittelst hatten die Landgrafen von Thüringen Morungen den
Grafen von Hohenstein
überlassen. Leuker (bei Meuchen a. a. O. III. 1856) setzt dies schon ins Jahr 1330und bezeichnet den Grafen Dietrich zu Hohenstein als Besitzer von M. Graf Heinrichzu Hohenstein mit der rotsten Platte verpfändete es 1401 an Bnsso V., Günther II.,Albrccht IV. und Vollrad II.
Grafen zu Mansfeld
für 3587 fl., worauf es am Sebastianstage 1408 Graf Heinrich sen. v. Hohensteinfür 2500 Mark Silber und 200 Schock Groschen nebst Bergwerken, Holz und allemZubehör an die Grafen Günther II., Albrecht IV. und Vollrad II. zu Mansfeldverkaufte und die Lehen an das Reich offen ließ. Mit Beziehung auf diese Handlungwurden am Montage nach Scvcri 1417 die Grafen Vollrad II., Gebhard V. undBnsso VI. zu Mansfeld mit dem Schlosse Mornngen und den Bergwerken von KaiserSiegismnnd beliehen. 1423 besaßen Graf Vollrad II. und dessen Neffen Günther III.und H oper V. Mornngen gemeinschaftlich. Bei der 1430 vorgenommenen Thcilungerhielt Graf Günther III. die Hälfte von Mornngen, Lcinungcn, Horla, Rötha undHorlahain H, die andere Hälfte aber Graf Vollrad II. — 1437 wurden die Grafenzu Mansfeld anderweit vom Kaiser Siegismund mit Mornngen beliehen. Bald nachdieser Zeit mag des Grafen Vollrad II. Antheil an Mornngen durch Kauf oder Hei-rath an die Grafen zn Stolbcrg gekommen sein, da Vollrad's II. Tochter Mechtild(P 1469) an Graf Heinrich zu Stolberg verhcirathet war und dessen Sohn Botho
1) Das altc Dorf Horla ist ein wüstes Dorf und lag bei dem jetzigen Horla, welches eigentl.das Horlahain ist.